Bützow : Austausch mit Schwerin

Zu Gast beim diesjährigen Frauenforum war aus der Landespolitik die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Schweriner Landtag Stefanie Drese (Mitte) von der SPD.
Zu Gast beim diesjährigen Frauenforum war aus der Landespolitik die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Schweriner Landtag Stefanie Drese (Mitte) von der SPD.

Landespolitikerin der SPD Stefanie Drese hört sich Sorgen und Anliegen der Frauen aus der Region an

svz.de von
09. März 2016, 05:00 Uhr

Bützower Frauen im Fokus der Landespolitik: Auf Einladung des Frauentreffs kommen jährlich am internationalen Frauentag politisch Interessierte und Engagierte zum Gespräch zusammen. Für das Forum wird stets ein Landtagsabgeordneter eingeladen, um sich die Sorgen und Anliegen der Frauen in der Region anzuhören und die Themen für die Landespolitik aufzunehmen. Zu Gast war gestern die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Stefanie Drese.

Die Politikerin ist unter anderem Mitglied im Agrarausschuss. Thematisch an den politischen Schwerpunkt Dreses angelehnt gestalteten sich die Gespräche im Forum. Aufgegriffen wurden unter anderem der anhaltend schlechte Milchpreis und die Auswirkungen des Russlandboykotts für Mecklenburg-Vorpommern. Zur schlechten Preislage für Milch meinte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Die Politik muss etwas tun, kann diese Problem aber nicht alleine lösen.“ So schätze Drese, dass einige Bauern überlegen müssen, ihre Tiere abzuschaffen, wenn sich die Haltung wirtschaftlich nicht mehr rechne. Beteiligte des Forums sähen das Problem auch beim Verbraucher, der vor allem günstig einkaufen will und somit ebenfalls am Preisverfall beteiligt ist.

Zum Thema Russlandboykott sagte die SPD-Politikerin: „Wir müssen uns nichts vormachen. In Russland essen die Menschen auch weiterhin Eier, sie bekommen sie nur woanders her. Wir müssen versuchen, die noch bestehenden Verbindungen zu Russland aufrechtzuerhalten. Denn es gibt auch eine Zeit nach Putin“, so Drese.

Neben agrarpolitischen Themen äußerten die Frauen vor allem ihre Sorge um die Parteienentwicklung im Lande und die damit einhergehende Stärkung der AfD. Sie wolle keinen Wahlkampf betreiben, bitte die Frauen jedoch, am 4. September von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, so Drese. „Denn diejenige, die AfD stärken wollen, gehen auf jeden Fall wählen.“ Außerdem haben die Frauen so viele Jahre um ihr Wahlrecht gekämpft. Das solle nicht verspielt werden.

Schließlich gaben die Frauen Drese mit auf den Weg, den „Zweiten Arbeitsmarkt“ zu fördern. Das Beispiel Bützower Tafel zeige, dass die Motivation der Ehrenamtler da, aber die Kraft bisweilen weg ist. Sie brauche mehr Unterstützung, so Antje Wolff, Vorsitzende des Demokratischen Frauenbunds und Tafelmitglied.

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