Schwaan : Ausstellung bringt Afrika-Flair

Als guter Freund des Künstlers hat Wilfried Göllner die Ausstellung initiiert.
Als guter Freund des Künstlers hat Wilfried Göllner die Ausstellung initiiert.

Ab Sonnabend werden Werke des mosambikanischen Künstlers Dito Tembe gezeigt

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15. März 2016, 05:00 Uhr

Ab Sonnabend macht sich in der ehemaligen Neuapostolischen Kirche in Schwaan afrikanisches Flair breit. Der Grund dafür ist die neue Ausstellung mit mehr als 30 Bildern des mosambikanischen Malers Petro Jeremias Tembe, der in seiner Heimat unter dem Künstlernamen Dito Tembe bekannt ist. Die meisten der Werke sind mit Öl gemalt, es gehören aber auch mit chinesischer Tinte angefertigte Zeichnungen zur Ausstellung.

Initiiert wurde die Exposition von Wilfried Göllner aus Groß Niendorf. Er hatte Dito Tembe in den 80er-Jahren kennengelernt, als dieser als Gastarbeiter im Lederwarenwerk Schwerin Süd arbeitete. „Ich selbst habe ein Jahr in Angola gearbeitet. Um die portugiesische Sprache aufrecht zu erhalten, suchte ich nach meiner Rückkehr aus Afrika nach Kontakten und stieß auf Dito“, erzählt Göllner. Daraus habe sich eine brüderliche Freundschaft entwickelt. Nachdem Dito Tembe nach Mosambik zurückgekehrt war, haben sich die beiden aus den Augen verloren. „Bis 2014, als ich im Internet den Kontakt wiederherstellen konnte“, sagt Göllner. „Es war ein unglaubliches Erlebnis, als wir nach 27 Jahren telefonierten. Seitdem haben wir fast täglich Kontakt.“

2015 war Dito Tembe für drei Monate in Deutschland zu Besuch, stellte in Nordrhein-Westfalen seine Werke aus – und verbrachte eine Woche bei seinem alten Freund. „Er hat einige Bilder dagelassen und ich dachte mir, die müssten doch gezeigt werden“, sagt Göllner.

Die Bilder sind vor allem politisch motiviert. So thematisiert Tembe unter anderem die Flüchtlingsproblematik, das Leben von Straßenkindern in seiner Heimat sowie Angst und Armut. Bei der Eröffnung am Sonnabend wird Dito Tembe nicht dabei sein. „Er kommt erst 2017 wieder nach Deutschland“, sagt Göllner. Er selbst hat auch schon einen Besuch in Mosambik geplant. „Entweder im Herbst oder nächstes Frühjahr“, berichtet er.

Mit der Ausstellung möchte Göllner seinem Freund auch finanziell helfen. „Die Bilder stehen alle zum Verkauf“, sagt er. Die Einnahmen werde er dann nach Mosambik schicken.

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