Auktion in Viezen : Auktion bringt gut 2000 Euro ein

Amtsvorsteher Eckhard Krüger (rechts) animierte die Besucher bei der Auktion mitzubieten.
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Amtsvorsteher Eckhard Krüger (rechts) animierte die Besucher bei der Auktion mitzubieten. Fotos: Sabine Herforth (2)

Die Versteigerung in Viezen wurde nach kleinen Startschwierigkeiten doch noch zum Erfolg

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19. Juni 2016, 21:00 Uhr

Mähbinder, Kornreiniger, Dreschkästen oder auch Dezimalwaagen – in Viezen lagern so einige Schätze. Und nicht wenige wechselten am Wochenende den Besitzer. Auf dem Gelände des Agrarmuseums in Viezen kamen am Sonnabend bei einer großen Auktion historische Landwirtschaftsmaschinen unter den Hammer. „Die Viezener haben hier seit Monaten Hand angelegt“, verriet Bürgermeisterin Birgit Czarschka zu Beginn der Versteigerung. Nicht nur der Rasen war frisch gemäht und alles liebevoll dekoriert, auch die vielen verschiedenen Gerätschaften waren sauber aufgereiht, sodass Interessenten das Objekt der Begierde in Ruhe begutachten konnten.

Die Anlage rund um das Museum werde rege genutzt, doch allmählich wurde es hier eng, „weil wir über die Jahre ganz viele Geräte gesammelt und aufgearbeitet haben“, so Czarschka weiter. Nach dem Frühjahrsputz soll noch mehr Leben einkehren. „Wir wollen hier in Zukunft wieder Führungen machen können“, erklärt die Bürgermeisterin.

Den Auktionshammer schwang schließlich Eckhard Krüger, Amtsvorsteher des Amtes Bützow-Land. Er ließ es sich nicht nehmen, „op Platt“ durch die Veranstaltung zu führen. Doch so leicht, wie erhofft, ließen sich die Geräte zunächst nicht an den Mann bringen. Während ein Handgrubber und ein Karrenpflug zu Beginn noch Bieter fanden, wurde es bei den größeren Geräten dann ruhig in den Reihen der Zuschauer. Ein Mähbinder stieß beispielsweise auf wenig Interesse, ebenso eine gut 100 Jahre alte Drillmaschine.

Immerhin ließ sich dann für eine Hungerharke ein Käufer finden. Hans-Jochen Müller aus Tarnow ersteigerte das Gerät für 40 Euro. Die Hungerharke soll bei ihm aber nicht etwas als Dekoration auf dem Hof landen. „Ich will damit auch noch arbeiten“, verrät er und: „Ich habe in meiner Schulzeit noch mit Pferd und Hungerharke Geld verdient“, erinnert er sich. Um sein überschaubares Grünland zu bewirtschaften und Rinder zu versorgen, liebäugelte er auch mit weiteren Geräten.

Weil die Auktion aber etwas ins Stocken geriet, wurde schließlich eine Pause eingelegt – um allen Interessenten Gelegenheit zu geben, über einen Kauf nachzudenken und die Geldbörse aus dem Auto zu holen, erklärte Eckhard Krüger. „Das ist bisher nicht das, was ich erhofft hatte“, kommentierte er. Doch die Pause brachte die Wendung. Gut 2000 Euro kamen bei der Versteigerung zusammen. „Das ist das, was wir erreichen wollten“, erklärt Bürgermeisterin Birgit Czarschka zufrieden. Zwar waren viele Käufer etwas zurückhaltend im bieten. Aber bis in den Abend meldeten sich immer wieder Interessenten, sodass die Auktionsliste nach und nach abgehakt werden konnte. So gab zum Beispiel Matthias Schmidt aus Spoitgendorf bei Plaatz das Höchstgebot des Tages ab. Er kaufte einen Kran für 500 Euro, den Eckhard Krüger anfangs nicht versteigern konnte. „Es ist super angekommen, auch bei den Viezenern“, freut sich Czarschka. Denn nach der Auktion folgte der gemütliche Teil bei Kaffee und Kuchen sowie Tanz am Abend. Von dem eingenommenen Geld sollen nun unter anderem Tische, Stühle und Bänke für das Museum finanziert werden.

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