Bützow : Aufzüge gegen Leerstand

Der Wohnblock Leninplatz 8 bis 10 wird im kommenden Jahr modernisiert. In allen drei Aufgängen werden Aufzüge eingebaut, außerdem werden Leitungen saniert.
Der Wohnblock Leninplatz 8 bis 10 wird im kommenden Jahr modernisiert. In allen drei Aufgängen werden Aufzüge eingebaut, außerdem werden Leitungen saniert.

Die Wohnungsgesellschaft investiert 2018 in mehrere Großprojekte

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04. Dezember 2017, 20:45 Uhr

2018 wird sich für Mieter der Bützower Wohnungsgesellschaft (Büwo) einiges ändern. Das Unternehmen setzt mehrere Vorhaben um, die sich zum Teil deutlich auf die Lebensqualität in den Wohnungen auswirken werden.

Einbau von Aufzügen

Eine der größten Maßnahmen ist die Modernisierung des Wohnblocks Leninplatz 8 bis 10. „Jeder der drei Aufgänge bekommt einen Aufzug“, informiert Büwo-Geschäftsführerin Monika Gräning. Die Aufzüge werden sich im Innenbereich befinden und auf allen Ebenen halten. Außerdem sind es sogenannte Durchlader. „Man geht vorne rein und hinten wieder raus. Das ist ideal für Rollstühle und Rollatoren, mit denen das Wenden beim Aussteigen sonst auch gefährlich sein könnte“, so Monika Gräning.

Ausgewählt wurde der Block, nachdem die Büwo prüfte, wo im Bestand Wohnungen aufgewertet werden können. Vor allem musste die technische Komponente überprüft werden, denn der Einbau der Aufzüge ist anspruchsvoll. Es werde eine Treppenseite herausgenommen, wo der jeweilige Aufzug eingesetzt wird, so Gräning.

Mit dieser Variante hat sich die Büwo nicht unbedingt die finanziell günstigste ausgesucht. Ein Aufzug dieser Art kostet das Unternehmen um die 100 000 Euro. Bis zu elf Prozent der Kosten könnte die Büwo auf die Monatsmieten umlegen. Gebrauch macht das Unternehmen davon aber nicht. „Eine Umlage wird es geben, aber nicht in dieser Höhe. Die Mieter sollen ja nicht überfordert werden. Wir planen eine sozialverträgliche Anhebung“, betont Monika Gräning. Damit verzichtet das Unternehmen zwar auf Einnahmen, auf lange Sicht sollen die Einnahmen durch die Modernisierung aber weiter gesichert werden. Denn einige der insgesamt 36 Wohnungen sind derzeit nicht vermietet, was sich durch die Aufwertung des Blocks ändern soll. „Es ist letztlich eine Maßnahme zur Leerstandsvermeidung in der Zukunft“, sagt Monika Gräning.

Losgelegt wird voraussichtlich im Frühjahr. Noch vor Weihnachten soll der Auftrag erteilt werden, das Baugenehmigungsverfahren ziehe sich etwa drei Monate hin, so die Geschäftsführerin. „Mein Ziel ist es, so früh wie möglich mit Vorbereitungsarbeiten, die nicht der Genehmigungspflicht unterliegen, zu beginnen. Vielleicht wird das schon im März etwas.“

Neben den Arbeiten rund um die Aufzüge werden auch die Strangleitungen des Blocks saniert. „Das wollen wir nach und nach in den Büwo-Objekten umsetzen“, sagt Monika Gräning. Da am Leninplatz 8 bis 10 ohnehin gearbeitet wird, habe sich angeboten, dort gleich damit anzufangen. Die Kosten für diese Instandhaltungsmaßnahme belaufen sich auf rund 200 000 Euro.

Neue Wohnungen

Die Büwo investiert im kommenden Jahr auch in komplett neue Wohnungen. So sollen zwei Häuser, je an der Straßenseite zur Jungfernstraße und zur Gödenstraße, entstehen, in denen jeweils sechs Wohneinheiten unterkommen. Jede davon bekommt einen Stellplatz und eine Abstellmöglichkeit im Außenbereich. „Es sind richtig hochwertige Familienwohnungen. Die kleinsten umfassen 60, die größten 104 Quadratmeter“, berichtet Monika Gräning. Die Grundrisse seien jetzt bestätigt worden.

Für die neuen Objekte hat die Büwo ein Investitionsvolumen in Höhe von etwa 2,7 Millionen Euro eingeplant. Der Start werde auf jeden Fall im nächsten Jahr erfolgen, ob die Arbeiten dann auch abgeschlossen werden können, stehe aber nicht fest, so die Büwo-Geschäftsführerin.

Abriss

Nicht bei allen Büwo-Wohnobjekten lohnt sich eine Sanierung. Zum Beispiel Am Forsthof 5 bis 11. „Wegen hohem Leerstand und der maroden Bausubstanz kann der Block nicht erhalten werden“, sagt Monika Gräning. Es seien mehrfach Angebote für Sanierungsszenarien eingeholt worden. Es wäre in jedem Fall „so exorbitant teuer“ geworden, dass es sich nicht gerechnet hätte, sagt die Geschäftsführerin. „Es wäre eine Mieterhöhung nötig gewesen, die ich nie hätte durchsetzen können.“

Die Mieter sind bereits über die Pläne informiert. „Wir helfen ihnen auf Wunsch bei der Suche nach einer neuen Wohnung, sanieren auch Wohnungen, die derzeit leerstehen, falls das erforderlich sein sollte“, so Monika Gräning.

Für den Abriss plant die Büwo 430 000 Euro ein, von denen etwa 200 000 Euro als Eigenmittel geleistet werden müssen. Der Block soll bis Ende 2018 abgerissen sein.

Weitere Massnahmen

Neben den großen Vorhaben wird die Büwo 2018 auch kleinere in Angriff nehmen. So stehen Fassadensanierungen, Arbeiten zur Instandsetzung von Balkonen und die Sanierung von leerstehenden Wohnungen auf dem Plan.

Zum Abschluss des kommenden Jahres rechnet die Wohnungsgesellschaft mit einem Gewinn von 174.900 Euro.

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