Bützow/Laage : Auf Tuchfühlung mit Eurofightern

Ein Eurofighter aus nächster Nähe. Für die Besucher der SVZ-Sommertour gab es gestern viele interessante Details über das Kampfflugzeug zu erfahren.
1 von 5
Ein Eurofighter aus nächster Nähe. Für die Besucher der SVZ-Sommertour gab es gestern viele interessante Details über das Kampfflugzeug zu erfahren.

SVZ-Sommertour führte gestern ins Taktische Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage

svz.de von
30. Juli 2014, 07:00 Uhr

Bereits zum dritten Mal ließ sich Richard Daehncke die Gelegenheit nicht entgehen, hinter die Kulissen des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff“ in Laage zu gucken. „Ich möchte einfach sehen, ob sich Veränderungen ergeben haben“, sagt der Schwaaner, der gestern einer von insgesamt 17 Teilnehmern unserer SVZ-Sommertour war. Als „Stammgast“ auf dem Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ in Laage hätte der 73-Jährige fast schon alleine die weiteren Mitstreiter über den Flugplatz führen können, doch dafür war Oberstabsfeldwebel Heinz-Dieter Nitz verantwortlich. Der 48-jährige gelernte Raumausstatter ist seit 1986 Soldat und seit 1997 in Laage stationiert. „Ich fühle mich hier pudelwohl“, sagt Nitz. Das bekamen auch die Teilnehmer zu spüren und sprachen dem „Reiseführer“ ein großes Lob aus. „Ich mache meinen Job einfach gerne, habe jeden Tag mit anderen Menschen zu tun“, erklärt Nitz, der für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Schon vor seiner Zeit war SVZ-Leser Günther Manthei auf dem Flugplatz in Laage aktiv. „Anfang der 1970er-Jahre habe ich hier die Tanklager mitgebaut“, plaudert der 63-jährige Bützower aus dem Nähkästchen. Seitdem hat sich natürlich vieles verändert.

Gestern führte die Sommertour zunächst in den Flugbetriebsbereich auf einen Besucherhügel, von wo startende und landende Eurofighter aus nächster Nähe zu sehen und vor allem zu hören waren. Mit einem ohrenbetäubendem Lärm schossen die Kampfjets an einem vorbei. Auftrag des Geschwaders in Laage ist es nämlich, die Piloten der Eurofighter auszubilden.

Vom Besucherhügel aus waren weite Teile des Militärgeländes zu erblicken, das insgesamt 830 Hektar umfasst. Auch der Tower war zu sehen, ein Besuch jedoch untersagt, weil dort gerade Wartungsarbeiten stattfanden. „Schade, ich wäre gerne mal auf den Tower gegangen“, sagt Christine Mohrarend aus Rühn. Die 69-Jährige will aber irgendwann noch einmal die Gelegenheit nutzen, mit einer privaten Reisegruppe das Geschwader zu besichtigen und dann vielleicht auch auf den Tower zu können.

Ganz nah zu Gesicht bekamen die Teilnehmer dann aber noch den Eurofighter in einer „Garage“, die nach jedem Einsatz auf „Herz“ und „Nieren“ geprüft werden. „Das ist eine unheimlich saubere Anlage hier. Wann kriegt man so was schon mal zu sehen?“, sagt sich Erich Viehstädt. 25 solcher Kampfjets sind derzeit in Laage (15 Einzelsitzer, 10 Doppelsitzer). Eine kostspielige Angelegenheit, denn ein Eurofighter kann bis zu 115 Millionen Euro kosten. Dieses Kampfflugzeug ist mittlerweile zehn Jahre in Laage stationiert. Aus diesem Anlass findet am Sonnabend, 23. August, ein Tag der offenen Tür auf dem Geschwader in Laage statt – inklusive Flugshow. Unter airshow-laage.de gibt es schon einen kleinen Vorgeschmack.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen