Bützow : Auf diesen Wegen ist kein Durchkommen

unkraut
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Ordnungsamtsleiter verschickt Verwarnpost.

svz.de von
04. Juli 2014, 16:20 Uhr

Das Gras steht mannshoch im Bützower Vierburgweg. „Das ist ja wohl ein Skandal“ beschweren sich Einwohner am Lesertelefon der SVZ. Sie würden mit dem Fahrrad dort gar nicht mehr durchkommen.

Dass sei auch nicht gewollt, meint Bützows Ordnungsamtsleiter Klaus Rambow. Denn der straßenbegleitende Pflastersteinstreifen im Vierburgweg ist lediglich den Fußgängern vorbehalten. „Aber grundsätzlich haben die Einwohner Recht. Es kann nicht sein, dass das Unkraut dort so hoch wuchert. Denn auch als Fußgänger muss man die Möglichkeit haben, dort ohne Probleme entlang gehen zu können“, erklärt der Ordnungsamtsleiter. Ihm ist das Problem schon bekannt. „Wir haben bereits in der vergangenen Woche den Eigentümer der angrenzenden Fläche angeschrieben und ihn aufgefordert, das Problem zu beseitigen. Doch leider ist noch nichts passiert“, sagt Rambow.

Der Grundstückseigner hatte versprochen, bis zum Mittwoch das Unkraut zu mähen und zu entsorgen. Dann kam jedoch der Regen. Aber auch bis gestern war nichts geschehen. So etwas lässt die Stadt Bützow aber nicht ungestraft. „Wenn unsere Verwarnungen nicht erhört werden, dann wird auch mal ein Verwarngeld ausgesprochen und in letzter Konsequenz dann ein Bußgeld“, erklärt der Ordnungsamtsleiter. Und dies könne bis zu 5000 Euro hoch sein. Aber in der Regel belaufen sich die Verwarngelder zwischen 30 und 60 Euro. „Dann gibt es einen letzten Termin und dann kommt aber das Bußgeld“, erläutert Rambow den Ablauf.

Die meisten Grundstücksbesitzer ließen es nicht auf ein Bußgeld hinauslaufen, aber es gibt auch hartnäckige Fälle: „Im Vierburgweg haben wir bereits im vergangenen Sommer mehrfach auf das hohe Unkraut hingewiesen.„ Schade, denn die Fläche ist so schön beräumt. Das könnte dort so gut aussehen“, meint der Ordnungsamtschef. Und auch im Winter gebe es dort immer wieder Probleme mit dem Räumdienst auf dem Gehweg. „Dabei ist doch alles in der Straßenreinigungssatzung der Stadt geregelt. Daran muss sich jeder Bürger halten“, sagt er.

Und da am Wochenende kein Regen angesagt ist, können Klaus Rambow und die Bützower hoffen, dass auch die letzten Säumigen zur Sense greifen und die Unkrautecken verschwinden. Denn angeschrieben wurde sie alle vom Ordnungsamtsleiter.

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