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Bützow : Auf die „Rentnergang“ ist Verlass

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Sportanglerverein Bützow 1927 zieht Jahresbilanz / Petrijünger wählen neuen Vorstand / Kritische Töne vom Vereinsvorsitzenden

von
erstellt am 06.Mär.2017 | 09:00 Uhr

Sie sind zwar alle schon in Rente, doch sie zählen sich noch längst nicht zum alten Eisen: Reinhard Beier, Peter Beutel, Günter Schwarz und Peter Schürmann. Die vier Bützower gehören zu den aktivsten Mitgliedern des Sportanglervereins Bützow. Der traf sich am Wochenende zur Jahreshauptversammlung und wählte unter anderem einen neuen Vorstand.

„Ohne sie wären wir im Vorstand aufgeschmissen“, sagt Vereinsvorsitzender Udo Schönherr über die vier Männer. „Ich scherze immer und sage, es ist unsere Rentnergang. Doch es ist wirklich so. Sie kümmern sich am Tage um Vereinsangelegenheiten, denn alle Vorstandsmitglieder müssen noch arbeiten“, sagt Schönherr. So helfen sie unter anderem dabei, den Fischbesatz in die Angelgewässer zu bringen und schauen auch mal nach dem Rechten, sagt der Vereinschef.

Der blickte mit einem sehr differenzierte Fazit auf das vergangenen Jahr zurück. Erfreulich sei, dass die Zahl der Vereinsmitglieder leicht gestiegen sei. Von 461 im Jahr 2014, über 467 (2015) auf 474. Und auch mit dem Abschluss der Beitragskassierung 2017 können die Bützower Petrijünger auf 470 Mitglieder verweisen. „Jedoch 90 Prozent der Mitglieder sehen wir nach der Beitragskassierung nicht wieder“, so Schönherr. Das sei für ihn schon enttäuschend. Immerhin seien nun zur Jahreshauptversammlung 52 Mitstreiter erschienen.

Eine regere Beteiligung wünsche sich der Vorstand auch bei den angebotenen sportlichen Veranstaltungen. Sieben gab es davon im Jahr 2016. Im Schnitt hätte sich aber nur zwölf Mitglieder daran beteiligt.

Kritik gab es auch für die ehrenamtliche Fischereiaufsicht des Vereins. Es habe für den Viersee Hinweise auf Fischwilderei gegeben und auch die Namen seien bekannt. Doch es habe sich nichts getan. „Diese Personen treiben auch in diesem Jahr bereits wieder ihr Unwesen und stellen in Größenordnung dem Hecht nach“, zeigt sich Udo Schönherr verärgert. Diesen Anglern ohne Berechtigungsschein müsse das Handwerk gelegt werden.

Damit die Petrijünger aus der Region Bützow auch weiterhin ihr Hobby frönen können, benötigen sie entsprechende Seen. Die Pachtverträge für viele Gewässer sei in den zurückliegenden Jahren ausgelaufen. Der Landesverband hätte jedoch die Seen neu anpachten können. So stehen den 470 Mitgliedern auch weiterhin 16 Gewässer im Bereich des Amtes Bützow-Land zur Verfügung.

Und dort wollen die Vereinsmitglieder vor Beginn der Saison 2017 auch wieder Ordnung schaffen. Am Sonnabend, 1. April, sind wieder alle aufgerufen, am Tag der Gewässerpflege teilzunehmen.

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