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Leistungsmelken : Auf die Plätze, fertig, melken

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

25 Teilnehmer aus insgesamt 13 Betrieben treten beim Leistungsmelken Ende des Monats an

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Zum 23. Mal findet in zwei Wochen das Leistungsmelken des Leistungskontrollvereins (LKV) Güstrow statt. In diesem Jahr ist der Landwirtschaftsbetrieb Jens Lötter in Baumgarten Austragungsort des Wettbewerbs. Die besten Melker des Vorjahres sind mehrheitlich wieder dabei und treten in den zwei Altersgruppen – unter und über 25 Jahre – an. Einen Favoriten gebe es deshalb jedoch nicht, betont Angelika Fraß vom Landeskontrollverband für Leistungs- und Qualitätsprüfung MV.

Sicherlich hätten die Melker sehr gute Chancen, die bereits Erfahrung beim Leistungsmelken sammeln konnten, so Fraß. Ein Garant für einen vorderen Platz sei das allerdings nicht. „Die Tagesform ist wichtig, sie entscheidet oft“, sagt Fraß weiter. „Sie sind alle gleichermaßen aufgeregt – Jung und Alt.“


Die Punktzahl entscheidet


Den Teilnehmern wird bei dem Wettbewerb einiges abgefordert. Fachwissen und Fingerspitzengefühl sind gefragt. So müssen die Teilnehmer unter anderem die Gesundheit der Euter einschätzen. „Wir machen zum Beispiel einen Schalmtest. Da wird die Tiergesundheit untersucht“, erklärt Fraß. Bei diesem Teil des Wettkampfes können die Melker bis zu 20 Punkte sammeln. 40 weitere sind im theoretischen Teil erreichbar. Hier gilt es 20 Fragen zu Themen wie Melkarbeit, Technik oder Inhaltsstoffe richtig zu beantworten.

Der wichtigste Teil ist der Melkvorgang selbst, wenn die Teilnehmer zeigen, wie gut sie ihren Beruf tatsächlich beherrschen. Die Bewerter vergeben in diesem Teil bis zu 100 Punkte. Dabei fließt die Kontaktaufnahme zu den Kühen genauso in die Wertung ein wie das Abmelken oder das Ansetzen des Melkzeugs sowie die Milchreinheit. Am Ende können die Teilnehmer also 160 Punkte erreichen und dann gilt: Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.


Melker auch nach Jahren sehr interessiert


Die Bewerter kommen mehrheitlich aus den teilnehmenden Betrieben und schauen den Melkern ganz genau auf die Finger.

„Wir haben einen Stamm an Bewertern, damit die Routine gegeben ist“, berichtet Fraß. Dabei werde besonderer Wert darauf gelegt, dass die Beurteilenden erfahren sind und bestenfalls auch bereits selbst Lehrlinge ausgebildet haben.

In der kommenden Woche gibt es bereits die Einweisung, dann kann auch der Melkstand im Baumgartener Betrieb besichtigt werden.

„Das nehmen alle Melker auch sehr, sehr gerne wahr“, freut sich Fraß. Denn die rege Teilnahme zeige, wie interessiert die Teilnehmer sind, auch wenn sie schon mehrmals beim Leistungsmelken dabei waren.

Nicht jeder Betrieb ist gleichermaßen als Austragungsort für die Veranstaltung geeignet. „Wir brauchen pro Melker acht Kühe“, erklärt Fraß. In diesem Jahr nehmen 25 Melker teil – „da brauchen wir einen entsprechenden Kuhbestand“. Deshalb sei es nicht immer leicht, Unternehmen zu finden, die den Wettbewerb ausrichten. „Es ist immer ein großer Einschnitt in den Produktionsablauf“, weiß Fraß.

Wer die besten Melker 2016 sind, wird am Donnerstag, 25. Februar, feststehen, wenn die Sieger geehrt werden.

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