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Schwaan : Auf dem Rennsteig ein zweites Zuhause

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Schwaaner Winfried Heinicke wandert für sein Leben gern

von
erstellt am 19.Aug.2017 | 09:00 Uhr

Winfried Heinicke ist gut zu Fuß. Denn zu den Hobbys der Schwaaners, der dort den Bauhof leitet, zählen wandern und laufen. Ganz besonders hat es ihm der Rennsteig angetan, den er – 169 Kilometer – sogar abgewandert hat. „Meinen ersten GutsMuhts-Rennsteiglauf erlebte ich 1978 und bin ihm bis heute treu geblieben“, sagt der Schwaaner. Geboren in dem Jahr, als Deutschland das erste Mal Fußballweltmeister wurde, absolvierte Winfried Heinicke später den Studienabschluss zum Ingenieur für das Bauwesen. Bis 1991 ging er verschiedenen Tätigkeiten nach, jedoch alle im Bauwesen. Anschließend arbeitete er mehrere Jahre in einer Amtsverwaltung. All diese Erfahrungen brachten ihn schließlich zu seinem jetzigen Job: Die Leitung des Bauhofes. Zu seinen aktuellsten Aufgaben gehörte übrigens der Aufbau des Schwaaner Brückenfestes, das gestern anfing, heute weitergeht und morgen seinen Abschluss findet (siehe Programm).

Redakteur Ralf Badenschier stellte Winfried Heinicke die 20 Fragen zum Wochenende.


Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Da gibt es viele im Wald, im Garten auf dem Hof. Man kommt zu sich selbst und tankt Kraft für den Alltag. Die Natur und die Tierwelt vermag viel mehr zu geben, als mancher glaubt.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Um Veränderungen herbeizuführen bedarf es der Arbeit der gesamten Gemeindevertretung unter Einbeziehung der Einwohner. Dabei bin auch ich als langjähriger Gemeindevertreter gefragt.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Wenn nicht im Wald, dann im großen Garten bei meiner Hühnerherde.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Kartoffeln sammeln in den „Kartoffelferien“. Da gab es für den Einsatz von Montag bis Samstagmittag 50 Mark. Ich war stolz wie Bolle und wollte die ganze Welt kaufen.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Nicht ausgeben war angesagt, sondern das Sparbuch wurde damit gefüttert.

Was würden Sie gerne können?
Ein Musikinstrument spielen. Das hätte in jungen Jahren eventuell einiges erleichtert und hätte auch heute noch seinen Reiz.

Was stört Sie an anderen?
Benimm-Dich-Ratschläge gibt es zuhauf. Störungen versuche ich möglichst schnell zu beheben oder aus dem Weg zu gehen. Das schont die Nerven.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Wie unsere Schwalben mit ihren Scheinangriffen unter lautem Geschrei dem Kater auf dem Hof „Beine“ gemacht haben.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
An einer Raststätte Mc Donald’s besucht. Das passiert einmal im Jahr auf der Rückfahrt aus Thüringen. Sie ahnen schon – vom Rennsteiglauf.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Opa, der mir auf dem kleinen Bauernhof viel beigebracht hat. Was er tat, war mit Bedacht und Gelassenheit. Danach habe ich keine echten Helden mehr gesehen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Reiseberichte über Irland, denn dort geht es in wenigen Tagen hin.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Fernsehen wird für mich immer unwichtiger. Manchmal schaue ich beim NDR Mare TV.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Über Fußball mag man momentan nicht nachdenken und Karneval hat bei mir keine Priorität.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Unsere Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Mit dieser mutigen Frau würde ich mich sehr gern unterhalten. Sie ist eine der wenigen politischen Verantwortlichen, die Wahrheiten ausspricht.

Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Als Mecklenburger bereite ich einen mecklenburgischen Rippenbraten, Kaninchen oder einen Erbsen- oder Wrukeneintopf.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mit dem Titel „Crazy Little Thing Called Love”. Die Erinnerung behalte ich für mich.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Eine Armbanduhr von meinem Opa. Damit hatte ich damals nicht gerechnet.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich bin momentan recht zufrieden. Einige Wünsche habe ich dennoch. An der Erfüllung arbeite ich gemeinsam mit meiner Frau.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Haben Rentner auch Freizeit...? Als Rentner hat man Zeit für sehr viele Dinge. Auf einige muss man sich aber rechtzeitig vorbereiten. Einiges habe ich ja schon verraten. Mindestens zwei Rennsteigläufe sollten dann noch drin sein.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Leuten, die in ihrer kostbaren Freizeit verantwortungsvolle, ehrenamtliche Tätigkeiten zum Allgemeinwohl beitragen. Davon gibt es zum Glück sehr viele.

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