Bützow und Rühn : Auf Betteltour an Haustüren

<strong>Ohne Worte aber</strong> mit einem solchen Zettel  versuchten unbekannte Männer in Bützow und Rühn Geld zu erbetteln. Ob sie noch andere Absichten hatten, ist nicht bekannt. <foto>raba</foto>
Ohne Worte aber mit einem solchen Zettel versuchten unbekannte Männer in Bützow und Rühn Geld zu erbetteln. Ob sie noch andere Absichten hatten, ist nicht bekannt. raba

Vorsicht! Die Polizei warnt davor, fremde Menschen in die eigenen vier Wände zu lassen. Männer waren in der Region unterwegs, die an Haustüren um Geld bettelten. Diese seinen aber Betrüger.

svz.de von
21. Juli 2012, 03:30 Uhr

Bützow/Rühn | Vorsicht! Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass davor, fremde Menschen in die eigenen vier Wände zu lassen.

Hintergrund: Am Mittwoch waren zwei Männer in Bützower und der Region unterwegs, die an Haustüren um Geld bettelten. Ihre Masche: Sie klingelten an Haustüren und gaben zu verstehen, dass sie stumm seien. Auf einem Zettel erklärten sie: "Meine Name ist Artur. Ich bin stumme. Ich verkaufe Bilder. Darum ich brauche Geld für mein Operation." Acht bis zwölf Euro sollte ein Bild kosten. Aber auch über "jede Spende" sei man "dankbar". "Als ich darauf nicht eingegangen bin und die Tür geschlossen habe, haben die Männer mit Fäusten gegen meine Tür gewummert", erzählt eine Bützowerin (Name ist der Red. bekannt.). Kein Einzelfall, wie die Polizei in Bützow bestätigt. Auch aus Rühn sei in der Polizeistation ein entsprechender Hinweis eingegangen. Dort hatte man auch beobachtet, dass die Männer mit einem VW-Tiguan mit ausländischem Kennzeichen unterwegs waren. Ob die Männer mit ihrer Betteltour auch noch in anderen Orten der Region in Aktion waren, darüber gibt es bisher keine Erkenntnisse. "Die Kollegen in den Revieren sind aber angewiesen, die Augen offen zu halten", sagt Günther Groth von der Polizeiinspektion Güstrow.

Außerdem warnt Polizeisprecherin Jana Sprank vom Präsidium in Rostock: "Fremde Menschen sollte man generell nicht in die Wohnung lassen. Es könnte sein, dass so versucht wird, in die Wohnung zu kommen, um sie auszuspähen für einen späteren Einbruch." Eine Handhabe, gegen solche Betteltour vorzugehen, habe man nicht, "so lange es keine Straftat gibt".

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