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Bützower Zeitung

23. Oktober 2017 | 11:57 Uhr

Bützow : Auch ohne Tornado aufregend

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Bürgermeister blickte beim Neujahrsempfang auf 2016 zurück und schaute voraus

von
erstellt am 16.Jan.2017 | 21:00 Uhr

„Die beste Nachricht vorweg: Es gab im vergangenen Jahr erwartungsgemäß keinen Tornado!“, sagte Bützows Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) während des Neujahrsempfangs. Langweilig wurde es dennoch nicht: „Das Jahr 2016 war in vielen Belangen ein sehr herausforderndes und arbeitsintensives.“ Gänzlich ohne Tornado verlief das Jahr aber nicht. Die Beseitigung von Schäden nahm einen Großteil der städtischen Baumaßnahmen ein. Und: „Mit der geplanten Neugestaltung des Kirchenplatzes und des Parks am Schloss ab Frühjahr dieses Jahres werden wir zwei neue Attraktionen für Bützow schaffen und die Akten zum Thema Tornado endlichen schließen können“, so der Bürgermeister.

Christian Grüschow verriet den geladenen Gästen zudem Pläne, wie Bützow als Wohn- und Wirtschaftsstandort verbessert werden soll. Von „zukunftsweisenden Projekten“ war die Rede. Positiv merkte er an, dass die Warnowstadt den demografischen Trends trotzt und sich die Anfragen jüngerer Familien häufen würden, die herziehen wollen. Um die Nachfrage zu decken, sollen zwei neue Wohngebiete entstehen. Eines soll am Warnowweg Platz für zehn bis zwölf Baugrundstücke in Stadtnähe bieten. Ein weiteres mit geplanten 30 bis 35 Grundstücken ist naturnah als Verlängerung der Pustohler Chaussee avisiert. 25 Prozent der Bauflächen beider Gebiete seien laut Grüschow bereits angefragt worden.

Mehr Menschen bedeutet auch eine Nachfrage an mehr Mobilität. „Der Erhalt und der Ausbau des Verkehrsknotenpunktes Bützow ist ein wichtiger Standortfaktor für Bützow und seine Umlandgemeinden“, betonte Grüschow. Der geplante zentrale Omnibusparkplatz und die Erweiterung der Parkplatzkontingente am Bahnhof sind dabei wesentlicher Bestandteil. Die Kosten dafür müssten laut Grüschow wegen Bodenbelastungen und Entwässerungsmöglichkeiten allerdings deutlich nach oben korrigiert werden. Innerstädtisch sollen Haltestellen zudem barrierefrei werden.

Was dem Standort allerdings nicht zuträglich ist, ist die Anbindung an schnelles Internet. Grüschow sprach von dringendem Nachholbedarf, um den „deutlichen Wettbewerbsnachteil“ zu korrigieren. „Der Kelch der Millionenförderung ging an uns vorbei und führt mittelfristig zu einem schwer kompensierbaren Standortnachteil.“ Er versicherte aber, mit Nachdruck an der Thematik zu arbeiten.

Christian Grüschow lobte einerseits die Zusammenarbeit mit dem Landkreis, erhob aber auch den Zeigefinger. Die Stadt habe sich in der Vergangenheit häufiger in der unangemessen Rolle des Bittstellers befunden, zudem seien Anliegen nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt worden. „Nur wenn beide Seiten – der Landkreis ebenso wie die Kommunen – als öffentliche Verwaltungen ihre Aufgaben nicht zum Selbstzweck, sondern im Dienst ihrer Bürger erfüllen, werden wir unserem gemeinsamen Auftrag gerecht“, appellierte Grüschow.

Übrigens: Der „Dauerbrenner“ Elefantenbrücke fehlte während Grüschows Rede auch nicht. „Wir werden unser Möglichstes tun, um den Bau nach Jahren ohne sichtbaren Fortschritt in diesem Jahr zu beginnen und auch abzuschließen“, versicherte der Bürgermeister.

 

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