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Bützower Zeitung

23. Oktober 2017 | 23:04 Uhr

Bützow : Auch im Winter gibt es Pilze

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Bützower Pilzberater Klaus Warning verrät, welche Arten in der kalten Jahreszeit zu finden sind

svz.de von
erstellt am 14.Jan.2017 | 12:00 Uhr

Der Winter gilt nicht unbedingt als beste Jahreszeit, um sich auf die Suche nach Pilzen zu machen. Aber wer weiß, wo und wonach er suchen muss, kann auch jetzt welche finden und den Speiseplan köstlich erweitern.

„Auch in dieser Zeit gibt es essbare Pilzarten“, sagt Klaus Warning. Er ist Pilzberater und ehrenamtlich für den Landkreis tätig. „Man kann auch jetzt eine kleine Mahlzeit zusammenbekommen.“ Zu finden sind derzeit der Samtfußrübling, besser bekannt als Winterpilz, der Austern-Seitling und das Judasohr. Anders als die meisten Pilzarten sind diese Arten frostbeständig.

Teilweise sind auch noch Überbleibsel der Hochsaison im Herbst zu finden, die für gewöhnlich genießbar sind. Aber Klaus Warning warnt: „Davon würde ich die Finger lassen.“ Denn wenn die Pilze erst einmal Frost bekamen und wieder aufgetaut sind, könnten sie giftig geworden sein. Funde dieser Art seien inzwischen jedoch selten.

Klaus Warning erinnert sich noch daran, wie er vor mehr als 20 Jahren mit seiner damals noch kleinen Enkelin Lisa an Silvester die Warnow entlang ging. Von einem ihm bekannten anderen Bützower angesprochen und danach gefragt, wohin er denn wolle, antwortete Warning: „Pilze suchen!“. Die Antwort folgte prompt nach dem Motto „verar*** kann ich mich allein“, wie sich der Experte erinnert. Mittlerweile hätten sich die Leute an den Anblick gewöhnt und wüssten, dass es im Hause Warning zu Weihnachten oder Silvester frische Pilzsuppe gibt. „Auch dieser gute Bekannte sucht seitdem Pilze im Winter“, so Warning.

Als Pilzberater hat Klaus Warning dieser Tage mehr Ruhe als im Herbst. Beratungen oder Bestimmungen seien im Winter äußerst selten. Manchmal bekomme der Bützower auch Anrufe, ob sich das Suchen derzeit lohne. Auch das gehört zu seinen Aufgaben. Doch insgesamt war das Jahr 2016 sehr verhalten. „Das Pilzvorkommen war fast am Boden“, so der Experte. Weniger Funde sorgten für weniger Anfragen. Grund dafür war die Trockenheit. Aufgrund des niedrigen Wasserhaushaltes konnten viele Pilze nicht wachsen. Es hatten die einen Vorteil, die an Bäumen beheimatet sind. Diese ziehen das Wasser nämlich aus tieferen Regionen, wovon die Pilze profitieren.

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