Neue Gemeindepädagogin : Arbeit im Sinne der Gemeinschaft

Als Gemeindepädagogin organisiert Mareen Voss unter anderem den Minigottesdienst. Beim letzten Mal gestalteten die Teilnehmer das Kreuz mit Tränen aus Papier – passend zum Thema „Traurig sein.“
Als Gemeindepädagogin organisiert Mareen Voss unter anderem den Minigottesdienst. Beim letzten Mal gestalteten die Teilnehmer das Kreuz mit Tränen aus Papier – passend zum Thema „Traurig sein.“

Die 30-jährige Mareen Voss ist seit Anfang des Jahres die neue Gemeindepädagogin in Schwaan

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01. März 2016, 05:00 Uhr

Gemeinschaft erleben als Ausdruck des eigenen Glaubens – diese Philosophie lebt Mareen Voss. Seit Anfang des Jahres ist die 30-Jährige die neue Gemeindepädagogin in Schwaan. Dort ist sie für zwei Christenlehre-Gruppen zuständig, organisiert die Minigottesdienste für Kinder und ihre Eltern und ist auch sonst Ansprechpartnerin in vielen Belangen.

Mit der Stelle tritt Mareen Voss die Nachfolge von Dorothea Schabow an, die Ende 2015 in den Ruhestand ging. Die Arbeit in Schwaan bildet den praktischen Teil ihrer Ausbildung, die sie im September 2015 am Pädagogisch-Theologischen Institut der Nordkirche in Ludwigslust begann. „Ich habe dort einmal im Monat Blockunterricht, in dem wir zum Beispiel Didaktik oder Psychologie durchnehmen – eben alles, was für die Arbeit als Gemeindepädagoge wichtig ist“, erklärt Mareen Voss.

Dass sie einmal einen kirchlich motivierten Beruf ausübt, war für die junge Mutter, die in Rukieten aufgewachsen ist und heute mit ihrem Mann und ihrem dreijährigen Sohn in Lüssow lebt, schon früh klar. „Ich wurde in dieser Gemeinde konfirmiert und war sehr aktiv in der Jungen Gemeinde, woran ich viel Spaß hatte“, erzählt sie. Aus diesen Erfahrungen wuchs in ihr der Wunsch nach einer Pastorenlaufbahn. Da sich der Wiedereintritt in das Studium nach der Elternzeit als schwierig erwies, schlug sie schließlich den Weg zur Gemeindepädagogin ein.

„Es macht mir sehr viel Spaß, die Kinder der Gemeinde kennenzulernen. Das Tollste ist, dass ich bei dieser Arbeit auf so viele unterschiedliche Leute treffe“, sagt Mareen Voss.

Für die Kinder möchte sie eine Bezugsperson sein, der sie uneingeschränkt vertrauen können. „Es ist doch toll, wenn es so etwas außerhalb der Familie gibt“, sagt sie. Damit die Kleinen loswerden können, was ihnen auf dem Herzen liegt, spielt Mareen Voss mit ihnen am Anfang jedes Treffens „Stein und Feder“. „Der Stein steht für alles, was in der letzten Woche schwer war, die Feder für alles Leichte“, erklärt sie. Beim Vermitteln des Glaubens setzt die Gemeindepädagogin auf größtmögliche Freiheit. Sie sagt: „Ich kann ihnen ja nicht beibringen, wie man glaubt. Ich kann sie aber an meinem Glauben teilhaben lassen.“

Für die kommende Zeit hat sich Mareen Voss bereits viel vorgenommen, um noch mehr Leben in die Gemeinde zu bringen. So gibt es zum Beispiel am 11. März einen Nähabend, an dem Sitzkissen für die Christenlehre hergestellt werden. „Dann können wir uns alle gemütlich auf dem Boden lümmeln. Das ist für die Kinder nach einem langen Tag in der Schule besser, als schon wieder steif an einem Tisch zu sitzen.“ Perspektivisch schwebe ihr außerdem ein Generationennachmittag vor. „Außer im Gottesdienst kommen die verschiedenen Altersgruppen der Gemeinden nicht gerade oft zusammen. Es fühlen sich von den Angeboten in der Gemeinde selten alle angesprochen“, sagt Mareen Voss. Sie finde es jedoch wichtig, dass sich die Generationen begegnen können.

So lässt Schwaans neue Gemeindepädagogin ihr Streben nach Gemeinschaft immer wieder in ihre tägliche Arbeit einfließen. „Das macht den Glauben für mich aus“, sagt sie.

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