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Kambs : Anwohner wollen „An der Kirche“ wohnen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Gemeindevertretung berät morgen über einen neuen Straßennamen

von
erstellt am 26.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Wenn die Kambser sich etwas mit der Post liefern lassen, passiert es nicht selten, dass das Paket im falschen Ort landet. „Das Problem ist, dass es in Vorbeck auch eine Dorfstraße gibt“, erklärt Franka Brzezinski, Vorsitzende des Ausschusses für Finanzen und Wirtschaftsförderung der Gemeinde Vorbeck. Im Register der Post werde aber unter der Postleitzahl nur Vorbeck geführt, Kambs falle aus dem Register heraus, so Brzezinski.

Das heißt, nur wenn die Zusteller das Problem kennen, landen sie auch im richtigen Ort. Hinzu kommt, dass sich die Thematik zwar auf eine Straße beschränkt, aber: „Wir heißen ja alle Dorfstraße.“ In Kambs gibt es keine weiteren Straßen.

„Mit dem Deutschen Roten Kreuz ist es auch so, dass es sehr schlecht gefunden wird“, so die Ausschussvorsitzende. Die Fahrer seien aber ortskundig und erfahren, sodass es in dieser Hinsicht bisher kaum Probleme gegeben habe.

In der Gemeindevertretung soll morgen nun endlich eine Lösung gefunden werden. Ab 19 Uhr berät das Gremium im Gemeindezentrum Vorbeck deshalb auch über den Kambser Straßennamen.

Denn um die leidige Dopplung zu vermeiden, muss wohl oder übel eine Dorfstraße einen neuen Namen bekommen. Die Einwohner Kambs’ hatten sich dazu im Vorfeld bereits Gedanken gemacht und unter anderem Ideen wie „An der Warnow“, „Alte Kirchstraße“, „Zu den Windrädern“, „Alte Dorfstraße“ oder auch schlicht „Kambs“ vorgeschlagen.

Als es bei einer Einwohnerversammlung auf den letztgenannten Vorschlag hinauslief, regte sich Unmut. „Das wollten einige Anwohner gar nicht“, erinnert sich Franka Brzezinski. Unter anderem, weil bei der Versammlung nur sehr weniger Einwohner anwesend waren, viele hatten den Aufruf nicht mitbekommen.

Eine alt eingesessene Kambserin sei so traurig über die mögliche Namensänderung gewesen, dass sie die Sache selbst in die Hand nahm. Sie setzte sich für den Namen „An der Kirche“ ein – schließlich bildet diese nicht nur den Mittelpunkt des Dorfes, sondern ist auch Wahrzeichen von Kambs. „Sie hat sich mit einer Familie zusammengetan und dann sind sie von haus zu Haus gegangen und haben 48 Unterschriften gesammelt für ,An der Kirche’“, berichtet Brzezinzki. Eine beachtliche Zahl, denn Kambs zählt derzeit knapp 120 Einwohner.

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