Bützow : Anna-Leas Brief an „Opa im Himmel“

Jörg Kröger traute seinen Augen nicht, als er einen rosanen Luftballon auf seiner Koppel fand. An ihm in Klarsichtfolie befestigt: Ein Brief aus Hamburg.
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Jörg Kröger traute seinen Augen nicht, als er einen rosanen Luftballon auf seiner Koppel fand. An ihm in Klarsichtfolie befestigt: Ein Brief aus Hamburg.

Ehepaar findet rosaroten Luftballon mit einer berührenden Geschichte

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10. Februar 2018, 05:00 Uhr

Eine rührende Überraschung erlebten Jörg und Ines Kröger, als sie auf ihrer Koppel in der Nähe des Hühnerstalls einen rosaroten Luftballon fanden: An ihm befestigt war ein Brief aus Hamburg. Adressiert an „Opa im Himmel“.

Zwar hat es der Brief nicht ganz in den Himmel geschafft, dafür aber eine beachtliche Strecke zurückgelegt. Von Hamburg aus nach Zibühl sind es schließlich gut 130 Kilometer Luftlinie.

„Aufgrund der Farbe dachte ich zuerst, es wäre eine Art Schwan, der da auf unserer Koppel gelandet ist“, erzählt Jörg Kröger. „Tatsächlich war es aber ein Luftballon mit einem Brief. Ein zweiter Luftballon war anscheinend geplatzt. Dadurch ist er wohl immer weiter hinabgestiegen, bis er hier gelandet ist.“

An Opa Martin im Himmel schreibt ein kleines Mädchen, namens Anna-Lea, aus Hamburg.
An Opa Martin im Himmel schreibt ein kleines Mädchen, namens Anna-Lea, aus Hamburg.

Absender des Briefes ist Anna-Lea. Sie schreibt an ihren Opa Martin. Sie vermisse ihn sehr und stelle sich vor, dass er jetzt auf dem Mond wohne. Laut dem Brief hat das Mädchen ihren Opa nie kennengelernt, nimmt aber immer ein Foto von ihm mit ins Bett.

„Es ist einfach eine rührende Nachricht“, sagt Ines Kröger. „Wahrscheinlich ist der Brief von der Mutter des Mädchens geschrieben und das Kind hat unterschrieben. Das erkennt man an der Schrift.“

Zuerst haben Jörg und Ines Kröger überlegt, ob sie dem Mädchen im Namen von Opa Martin zurückschreiben sollten. Allerdings erschien es ihnen angebrachter, sich erst bei der Mutter zu melden. „Wir haben noch nicht im Telefonbuch nachgeschaut, aber vielleicht finden wir sie ja dort“, sagt Ines Kröger. Anschließend könne man immer noch schauen, ob man Anna-Lea auch noch eine Nachricht schicke.

Kontakt aufnehmen wollen die beiden Zibühler aber in jedem Fall. „Wer weiß, was sich da noch so draus entwickelt?“, so Ines und Jörg Kröger.

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