schwaan : Andrang in der Jagdschule

Wie alt der Hirsch war, dem das Geweih gehörte, versuchten, Torsten Kahnert (l.) und Andreas Priester (M.) mithilfe von Stefan Möller zu ermitteln.
Wie alt der Hirsch war, dem das Geweih gehörte, versuchten, Torsten Kahnert (l.) und Andreas Priester (M.) mithilfe von Stefan Möller zu ermitteln.

Beim Tag der offenen Tür räumte Stefan Möller mit negativen Klischees über seinen Beruf auf

svz.de von
18. Januar 2016, 12:00 Uhr

Die Lindenbruchstraße in Schwaan war gestern ein Besuchermagnet. Während der Carnevalsverein im Kulturhaus seine Proben vom Sonnabend fortsetzte, veranstaltete Stefan Möller in seiner Jagdschule nebenan einen Tag der offenen Tür. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um sich den großen Raum anzusehen, den der Berufsjäger im vergangenen Jahr für seine Seminare ausstattete. „Mit der Veranstaltung wollen wir ein größeres Verständnis für das Jägerdasein erreichen“, sagte Stefan Möller.

So erklärte er den Besuchern auch, dass zur Jägerei viel mehr gehöre, als sich ins Auto zu setzen, zum Revier zu fahren und Tiere totzuschießen. „Es geht heutzutage viel mehr um Naturschutz und Lebensraumgestaltung“, erklärte Möller. Wie eng verbunden er selbst mit der regionalen Tierwelt ist, machte der Jäger an der Geschichte der beiden Wildschweine Fritzi und Klara fest. Seit Anfang 2015 leben die Tiere, deren Mutter nach dem Zusammenstoß mit einem Auto starb, bei Stefan Möller und seiner Familie. Fotos und Videofilme zeigten, wie die Schwarzkittel auf dem Gehöft des Jägers toben und sich Leckerlis abholen. „Bis jetzt sind sie recht friedlich, aber letztlich sind es Wildtiere. Wenn sie nach einem unserer Spaziergänge im Wald nicht mehr wieder kommen, ist das absolut natürlich“, so Stefan Möller. Bislang seien Fritzi und Klara aber immer wieder auf das Grundstück zurückgekehrt.

Unter den vielen Schwaanern waren gestern auch Besucher, die eines von Möllers Seminaren besucht haben und sich die Jagdschule im Lindenbruch einmal genauer anschauen wollten. „Ich bin begeistert davon“, sagte Andreas Priester aus Kambs, der den Jagdschein noch in Groß Stove machte, wo Stefan Möller früher seine Lehrgänge abhielt. Die Jagdschule vereine Theorie und Praxis sehr anschaulich, so Priester.

Für Stefan Möller war der Tag der offenen Tür ein voller Erfolg. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele bei uns vorbeischauen. Das freut mich sehr.“

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