Ausbildungsserie : An der Seite von Arzt und Patient

Sie mag den Umgang mit Menschen: Jeanette Kubale erlernt den Beruf einer Zahnmedizinischen Fachangestellten. Sie möchte unter anderem helfen, Patienten die Ängste zu nehmen, wenn sie hier Platz genommen haben.
Sie mag den Umgang mit Menschen: Jeanette Kubale erlernt den Beruf einer Zahnmedizinischen Fachangestellten. Sie möchte unter anderem helfen, Patienten die Ängste zu nehmen, wenn sie hier Platz genommen haben.

Ausbildungsserie der Bützower Zeitung – Teil 7: Jeanette Kubale wird Zahnmedizinische Fachangestellte

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22. Januar 2018, 05:00 Uhr

Wer denkt beim Besuch des Zahnarztes an Meeresrauschen und Palmen? In der Praxis von Dr. Mathias Wolschon kann der Patient in ein Südseeparadies eintauchen, bildlich zumindest. Dort in der Praxis absolviert Jeanette Kubale ihre Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten. Die 19-jährige aus Werle-Hof befindet sich im zweiten Ausbildungsjahr.

„Wir bilden schon seit 1991 aus“, sagt Dr. Mathias Wolschon. Gute Auszubildende zu finden, werde in den zurückliegenden Jahren immer schwieriger. Die Zahl der Bewerber sei begrenzt. Augenmerk lege er unter anderem vor allem auf gute Noten in Deutsch. „Die Fachkräfte sollen sich schon gut ausdrücken können und sie müssen Dokumentationen anfertigen. Da sind gute Deutschkenntnisse unabdingbar“, sagt Dr. Mathias Wolschon. Außerdem sollten sie kommunikativ und aufgeschlossen sein sowie mit Stresssituationen umgehen können. Denn die Aufgaben in einer Zahnarztpraxis seien vielfältig. Dem Arzt assistieren, Telefonate führen, Termine koordinieren und vieles mehr.

Diese Vielfältigkeit und den Umgang mit den Menschen schätzt auch Jeanette Kubale. „Jeder Tag ist anders. Und jeder Patient ist verschieden. Dadurch ist die Arbeit sehr abwechslungsreich“, sagt die Auszubildende. Während der Schulzeit hatte sie auch Praktika. Damals sei es noch in Richtung Erzieherin beziehungsweise hin zu einem sozialen Beruf gegangen. Als es dann darum ging, sich für eine Ausbildung zu entscheiden, sei sie auf die der Zahnmedizinischen Fachangestellten gekommen. Begonnen hatte sie mit der Ausbildung in Kröpelin, bevor sie dann in die Zahnarztpraxis nach Bützow wechselte. An zwei Tagen in der Woche geht es an der Berufsschule um die Theorie. An den anderen Tagen ist sie in der Zahnarztpraxis im Einsatz.

Deshalb bevorzugt Dr. Mathias Wolschon auch gerne Auszubildende, die vor Ort wohnen, die kurze Wege zur Praxis haben. Denn er weiß, es ist nicht immer einfach für Auswärtige mit der Fahrt in die Praxis , zum Beispiel für 16-Jährige. „Oder sie nehmen sich ein Zimmer“, so Dr. Mathias Wolschon. Bei der Suche nach Auszubildenden setzt auch er auf Schulpraktika. „Es ist ja eine andere Sicht, ob jemand auf dem Behandlungsstuhl sitzt oder mehr erfährt, was im Hintergrund passiert. Dann hat man eine ganz andere Bindung zu einem Beruf“, erklärt der Bützower.

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