20 Fragen : Am liebsten in der Welt unterwegs

Anke Dose leitet den Jugendclub „Domizil“ in Bützow.
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Anke Dose leitet den Jugendclub „Domizil“ in Bützow.

Jugendclubleiterin Anke Dose würde gern mit einem Fingerschnippen von Ort zu Ort reisen

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11. Juni 2016, 12:00 Uhr

Anke Dose leitet seit drei Jahren den städtischen Jugendclub „Domizil“ in Bützow. Die ausgebildete Erzieherin ist gern unterwegs – war beispielsweise nach Ende ihrer Ausbildung für über ein Jahr als Au pair in den USA. Aber auch ihre Hund Hugo und ihr VW T3 sorgen dafür, dass die 31-Jährige sich in ihrer Freizeit nicht langweilt. Redakteurin Christina Milbrandt beantwortete sie die 20 Fragen zum Wochenende.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Lieblingsplätze habe ich viele. Wahrscheinlich sind der Strand, das Meer und generell die Nähe zum Wasser ausschlaggebend.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich lebe in einem kleinen Dorf und es ist furchtbar störend, dass die Menschen die Straße, in der ich wohne, als Abkürzung oder Autobahn nutzen. Ich würde wohl dafür sorgen, dass daraus eine Einbahnstraße wird, in der ein Tempolimit von zehn Kilometer pro Stunde zulässig ist.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Ich glaube, dass ich die meiste Zeit des Tages tatsächlich bei der Arbeit verbringe. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass man mich also im Jugendclub trifft. Jeden Sonntag findet man mich bei meiner Oma im Seniorenheim. Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich kann mich daran nicht genau erinnern, aber das erste selbst verdiente Geld habe ich wohl mit etwa 16 Jahren für das Einpflanzen von kleinen Tannen bekommen.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ausgegeben habe ich es für das passende Outfit für den Schulabschluss – rückblickend kann ich sagen, dass ich abscheulich aussah. Aber das ist eine andere Geschichte.
Was würden Sie gerne können?
Es wäre sehr schön, wenn ich mich an verschiedene Orte, innerhalb kürzester Zeit beamen könnte. Ich habe viele Freunde und Familie überall verteilt auf der Welt, deshalb wäre es wirklich praktisch, wenn ich sie besuchen könnte, ohne dass daraus ein großer Aufwand entsteht.
Was stört Sie an anderen?
Ignoranz. Und die Tatsache, dass Menschen dazu neigen, sich eine Meinung zu bilden und daran festzuhalten – über Menschen, Situationen und andere Gegebenheiten – ohne Hintergründe zu hinterfragen und sich selbst gelegentlich zu reflektieren.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache wirklich sehr viel. Den letzten Lachanfall hatte ich wegen eines wirklich schrecklichen Witzes, den ich genau aus diesem Grund hier nicht wiederholen kann.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Daran kann ich mich nicht erinnern. (lacht)
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Wahrscheinlich mein Vater. Oder meine Oma. Oder auch der Typ auf der Straße, der dem Obdachlosen etwas zu Essen kauft oder der Junge in der Schule, der sich für andere einsetzt, oder auch das junge Mädchen, das für die ältere Dame aufsteht, als diese die überfüllte Bahn betritt. Es gibt viele Helden im Alltag, wir sehen es nur nicht immer.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Neben meinem Kopfkissen liegt das Buch „Sternschanze“ von Ildikó von Kürthy und es langweilt mich etwas. Einer meiner Lieblingsautoren ist Quim Monzo. Seine Kurzgeschichten sind ganz sicher alles, aber nicht langweilig.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Meine Lieblingsserie ist „The Walking Dead“. Ein bisschen Grusel und viel Spannung. Die Geschichte und das Drumherum ist großartig inszeniert und ich verpasse die neueste Folge eigentlich nie und falls doch, habe ich sie sicher aufgenommen.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Eigentlich weder noch. Wenn ich mich aber entscheiden MUSS, dann eher beim Karneval.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ganz eindeutig Farin Urlaub/Jan Vetter. Ich war schon in meiner Jugend ein großer Fan von „Die Ärzte“ und die Tatsache, dass er durchaus intelligent und dennoch in der Lage ist, einen wirklich doofen Witz zu machen, sich außerdem vegan ernährt und auf Alkohol verzichtet, versucht die Welt besser zu machen, sich klar gegen Rassismus und Diskriminierung anderer ausspricht, finde ich großartig und ihn persönlich zu treffen, stelle ich mir absolut interessant vor.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Das kann ich gar nicht genau beantworten. Wenn ich koche, sind es meist Eigenkreationen, die entweder gelingen oder scheußlich schmecken.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Das ist einfach. Ich konnte nach meinem Au pair-Jahr noch zwei Wochen durch die USA reisen und war dann auf der Route 66 unterwegs. Ein Lied, dass mich immer wieder an diese Reise erinnert, ist auf jeden Fall José González mit „Heartbeats“.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Eines der schönsten Geschenke war tatsächlich die Spielzeuggitarre, die verschiedene Melodien auf Knopfdruck abspielte. Ich bekam sie irgendwann zu Weihnachten von meinen Eltern was sie sicher bald bereuten, denn ich konnte anschließend sowohl Nachbarn als auch meine Familie damit unterhalten.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich glaube, mein größter Traum wäre eine mehrmonatige Reise mit meinem VW Bus. Das Ziel ist egal, die Reise an sich ist letztlich das, was zählt.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Das dauert aber wirklich noch sehr lang, deshalb habe ich dazu noch keine Pläne gemacht – entweder werde ich viel unterwegs sein und Urlaub machen oder zuhause bleiben und im Garten Kaffee trinken. Möglich wäre auch, dass ich ganz woanders sein werde.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Womöglich war sie schon dabei, aber dennoch wüsste ich gern die Antworten dieser Fragen von Gisa Gierer aus dem Freizeittreff. Sie ist ein zauberhafter Mensch und eine tolle Kollegin.



















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