Rühn : Am Kloster wird wieder gebaut

Die Gerüste sind aufgebaut: Rühns Bürgermeister Hans-Georg Harloff vor dem Ost- und dem Südflügel des Klosterensembles, die saniert und restauriert werden.
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Die Gerüste sind aufgebaut: Rühns Bürgermeister Hans-Georg Harloff vor dem Ost- und dem Südflügel des Klosterensembles, die saniert und restauriert werden.

Rühn: Nach einem Jahr Pause werden Sanierungs- und Restaurationsarbeiten auf der Ostseite des Denkmals fortgesetzt

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16. August 2016, 21:00 Uhr

Ein Jahr lang war Ruhe, nun wird wieder gebaut am Kloster in Rühn. Die Sanierungs- und Restaurationsarbeiten gehen auf der Ostseite des historischen Ensembles weiter. „Ein Teil der Arbeiten sollte bereits im vergangenen Jahr beginnen, doch es hat der Fördermittelbescheid gefehlt“, sagt Rühns Bürgermeister Hans-Georg Harloff (CDU). Nun sind die Südseite des Ostflügels und die Ostseite des Südflügels eingerüstet. „Es ist der Bereich, in dem Ost- und Südflügel aufeinander treffen“, erklärt Harloff, der auch Vorsitzender des Fördervereins Kloster Rühn ist.

Der Putz der Fassade wurde fast komplett entfernt und sämtliche Fenster demontiert. Peter Schimmelpfennig steht hoch oben auf dem Gerüst. Der Mann von der Baudenkmalpflege Prenzlau bringt gerade Eisenstäbe in Fugen unter. Die Fassade ist an mehreren Stellen gerissen. Die Fugeneisen sollen das Mauerwerk stabilisieren, erklärt der Fachmann. Sein Kollege Mario Wiegand ist derweil im Erdgeschoss tätig. Fensterbrüstungen müssen saniert werden, Stein für Stein werden sie neu hergerichtet.

Die Fenster selbst sind derzeit in der Rühner Tischlerei Ross. „Die Fenster stammen aus verschiedenen Epochen“, verrät Hans-Georg Harloff. Eines sei zum Beispiel aus dem 17. Jahrhundert. Alle werden instand gesetzt, erhalten eine neue Lackierung und werden auch neu verglast.

Nur in einem Bereich des Ostflügels wird die Ansicht ein wenig verändert. Anstatt eines Fensters wird dort eine zweiflügelige Tür eingesetzt. „Es gab an dieser Stelle irgendwann einmal ein Tor mit einem Bogen, auch Kuhtor genannt“, erklärt der Vereinschef. Es sei zu aufwändig, ein solches historisches Tor wieder einzufügen. So habe sich der Verein mit dem Landesamt für Kultur- und Denkmalpflege darauf geeinigt, jetzt diese Tür einzubauen. „Dann können wir die Besucherströme ganz anders lenken“, sagt Harloff.

Rund 192 000 Euro werden in diesen Bauabschnitt investiert. „15 000 Euro stammen von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Weitere 32 000 Euro kommen vom Verein“, erklärt der Bürgermeister. Der größte Teil der Mittel komme aus dem Leader-Programm.

Neben den Arbeiten auf der Ostseite des Klosters nimmt der Verein im Inneren einen weiteren Bauabschnitt in Angriff. „Die Sanierung des Kreuzganges ist ein Leuchtturmprojekt der Ospa-Stiftung. Dafür bekommen wir jedes Jahr 10 000 Euro“, erklärt Harloff. Mit diesem Geld soll ein Teil der Holzdecke saniert werden. Dabei werden Schilfmatten angebracht und dann mit einem Kalkputz versehen. Auch die Wände des Kreuzganges sollen verputzt werden. „Wir als Verein werden elektrische Kabel verlegen und dann von einem Fachmann anschließen lassen. So können wir den Kreuzgang später beleuchten“, sagt der Vereinschef.

Wann alle Arbeiten abgeschlossen sein werden, stehe noch nicht ganz fest. „Ich denke Ende September, Anfang Oktober. Doch es ist ein Denkmal, da kann immer etwas dazwischenkommen“, meint Harloff.

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