Jürgenshagen : „Alles, was ich brauche“

Geschenkartikel, Lebensmittel, Brötchen frisch aus dem Ofen – im Landkaten hat Heike Benedikt eine große Auswahl im Angebot.
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Geschenkartikel, Lebensmittel, Brötchen frisch aus dem Ofen – im Landkaten hat Heike Benedikt eine große Auswahl im Angebot.

Nach einem halben Jahr ist der Landkaten für viele Anlaufpunkt / Haupteinnahmen bringt das dazugehörige Café ein

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09. Mai 2017, 05:00 Uhr

Seit sechs Monaten betreibt Heike Benedikt den Landkaten in Jürgenshagen – ein kleines Geschäft, in dem es Lebensmittel, Geschenkartikel, Zeitschriften und einen Platz zum geselligen Beisammensein gibt. Besonders Letzteres wird von vielen genutzt. „Wir haben auch schon einige Stammgäste aus Bützow, die immer sonntags kommen“, erzählt Heike Benedikt.

Über das Café, das direkt vom Ladenraum abgeht, kommen auch die Haupteinnahmen rein, sagt die Selbstständige. „Vom Verkauf einer Tüte Mehl kann ich nicht leben. Es ist wichtig, dass es das alles gibt, aber dass das Café läuft, ist besonders wichtig“, sagt Heike Benedikt. Genutzt wird das Angebot von Kaffee und Kuchen regelmäßig. Die Bewohner des nahegelegenen Seniorenwohnparks kommen zum Beispiel oft mit ihren Angehörigen vorbei und auch die Orstgruppe der Volkssolidarität nutzt die Möglichkeit, dort zusammenzukommen.

Der Laden selbst könnte nach Heike Benedikts Ansicht noch besser laufen. „Es ist schwierig, die Leute aus alten Gewohnheiten herauszureißen, das braucht natürlich Zeit“, sagt sie. Viele würden immer noch lieber den kürzeren Weg zum Bus antreten, um dann außerhalb einzukaufen. Aber es tauchen auch immer wieder neue Gesichter auf, über die sie sich immer sehr freue. Zudem würden sich die Einnahmen jeden Monat ein wenig steigern. „Wir sind zwar noch nicht da, wo wir hinwollen, aber es geht voran und das freut mich natürlich sehr.“

Für Elisabeth Köhn ist der Landkaten ein Glücksfall. Die Jürgenshägerin kommt regelmäßig vorbei, um einzukaufen oder im Café mit anderen Senioren zu plaudern. „Hier habe ich alles, was ich brauche, ich muss nicht irgendwohin fahren“, sagt sie. An Heike Benedikt schätzt die Rentnerin besonders ihre zuvorkommende Art. So bringe ihr die Verkäuferin auch den Wasserkasten zu Hause vorbei, was eine große Erleichterung sei.

Heike Benedikt hofft darauf, dass der Kundenstamm sich in Zukunft noch vergrößert, neben ideellen auch aus ganz pragmatischen Gründen. Denn ihre Stelle werde nicht über Fördermittel gedeckt, das Finanzielle müsse sie jetzt ganz allein organisieren.

Eine Neuerung könnte dem Landkaten bald noch mehr Besucher bescheren: Vor dem Gebäude entsteht eine Terrasse, wo die Cafégäste an schönen Tagen Kaffee und Kuchen genießen können. Gestern noch wurde dort fleißig gepflastert. „Vielleicht können wir schon am Wochenende dort gemütlich sitzen“, so Heike Benedikt, die ihr Geschäft sichtbar mit Herzblut betreibt. Vor allem der freundliche Umgang mit den Kunden ist ihr wichtig. „Wenn die Leute hier glücklich rausgehen, freut mich das sehr.“

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