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Bützower Zeitung

21. November 2017 | 03:46 Uhr

Bützow : Ärger über Hundehaufen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Breite Straße in Bützow wird zunehmend von Kot beschmutzt / Anwohner ratlos

svz.de von
erstellt am 07.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Einen Hund zu halten bringt Verantwortung mit sich. Auch die, seinen Kot zu entfernen. In der Breiten Straße in Bützow kommen einige Hundebesitzer eben dieser Pflicht nicht nach. Anwohnerin Ramona Dohrn fühlt sich provoziert.

„Seit 14 Tagen ist die Menge an Haufen wirklich extrem. Und wir sind völlig ratlos, was wir nun machen können“, sagt Ramona Dohrn. Mittlerweile liegen bei ihr und drei weiteren Nachbarn die Nerven blank. Abschreckungsmaßnahmen wie Streusalz, Essig oder Hundeschreck-Duftstoff haben nicht geholfen. Täglich liegen um die zehn Haufen auf dem Gehweg.

„Bei meiner Nachbarin ist es besonders schlimm. Da lagen bereits zweimal Haufen direkt auf der Türschwelle und halb an der Tür“, sagt Ramona Dohrn. Das ganze grenze an Mobbing. „Auf einem der Haufen hat jemand sogar einen Löwenzahn platziert.“ Für Ramona Dohrn ist das reine Provokation.

Nun müssen die Anwohner täglich selbst zur Plastiktüte greifen, damit der Gehweg zumindest vorübergehend frei von Hundekot ist. „Ich mache es selbst weg, auch wenn ich mich davor ekle. Auch weil die Schüler der Freien Schule momentan zum Pferdemarkt gehen müssen, um dort den Bus zu nehmen. Ich will nicht, dass die Kinder da hindurch laufen und es verschleppen“, sagt Ramona Dohrn.

Die Ratlosigkeit schlägt mittlerweile in Wut um. „Neulich habe ich gesehen, wie ein Hund gegen die Häuserwand der Nachbarin pinkelt. Daraufhin hab ich ihn aus dem Fenster heraus angebrüllt“, so Ramona Dohrn. Sollten die Anwohner den Hundebesitzer antreffen, dann würden sie ihn zur Rede stellen, so Ramona Dohrn. „Aber ordentlich.“ Wie sie weiter vorgehen wollen, wissen die Betroffenen noch nicht. „Wir passen schon gegenseitig auf, wenn wir jemanden mit einem Hund beim Nachbarn vorbeilaufen sehen“, sagt Ramona Dohrn. Auch über das Anbringen einer 360-Grad Kamera haben die Anwohner schon nachgedacht. „Dann könnten wir denjenigen vielleicht erwischen.“

Die Stadt kennt die Probleme. „Die meisten Haufen liegen in der Altstadt“, sagt Bauamtsleiterin Doris Zich. Beschwerden darüber bringen in der aber Regel wenig, da kein Verursacher genannt wird. „Wenn es zur Anzeige gebracht wird, ist es eine Ordnungswidrigkeit. Dafür werden Zeugen benötigt“, sagt Doris Zich. Mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt seien personaltechnisch nicht möglich.

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