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Bützower Zeitung

21. November 2017 | 09:18 Uhr

Bützow : Ärger mit schlechten Wegen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Garagenbesitzer forderten 2014 in einem Brief Hilfe und wurden vertröstet / Frage nach Prioritätenliste bleibt unbeantwortet

von
erstellt am 13.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Verärgert sind Garagenbesitzer am Bützower Leninring. Vor drei Jahren hätten sie sich mit einem Brief an die Stadt gewandt, mit dem Hinweis, dass der unbefestigte Weg zu ihren Garagen in einem desolaten Zustand sei. „Ihnen wurde mitgeteilt, dass es eine Prioritätenliste gäbe. Diese werde nach und nach abgearbeitet“, sagt Stadtvertreter Joachim Fiedler (SPD) auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung. Ihm liege der Schriftwechsel vor. Drei Jahre seien vergangen, doch bis zum heutigen Tag sei nichts passiert. Das könne er nicht akzeptieren, so der SPD-Fraktionschef.

„Ich habe mir das selbst angeschaut. Jetzt, wo es trocken ist, geht es noch. Doch bei Regen kommt man da nicht ohne Gummistiefel durch“, sagte Fiedler gestern auf Nachfrage der Bützower Zeitung. Zumal der Weg auch noch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werde. Zu DDR-Zeiten hätten die Autofahrer den Garagenkomplex gebaut und auch den Weg. Es sei eine Abwasserleitung eingebaut worden. Doch das funktioniere wohl nicht mehr. Dort stehe bei Regen das Wasser. „Die Garagenbesitzer würden auch selbst mit Hand anlegen“, sagt der Stadtvertreter.

Der Fraktionschef hatte auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter bei der Diskussion zum ersten Nachtragshaushalt 2017 gefordert, dass die beim Fahrstuhl im Krummen Haus eingesparten 30 000 Euro genau für solche Maßnahmen eingesetzt werden. Joachim Fiedler fand dafür die Zustimmung der anderen Fraktionen. Nun solle der Bauausschuss kurzfristig entscheiden, wo diese Mittel eingesetzt werden (SVZ berichtete).

Nicht beantwortet ist damit aber die Frage nach der Prioritätenliste, die es geben soll. Er kenne eine solche Aufgabenliste nicht, sagt Joachim Fiedler. Denn dieser unbefestigte Weg sei nicht die einzige Baustelle in der Stadt. „Es gibt viele solcher Probleme“, sagt Fiedler. Er müsse nur in die Fritz-Reuter-Allee schauen, dort wo er wohne. Aber auch an vielen anderen Orten in der Stadt. „Es nützt nichts, wenn wir Leuchtturmprojekte anschieben, aber die kleinen Dinge vergessen. Das sorgt für Verärgerung“, so Joachim Fiedler.

Auch auf Nachfrage der Bützower Zeitung blieb die Fachabteilung im Bützower Rathaus eine Antwort zur Frage, ob es eine solche Prioritätenliste aus dem Jahr 2014 gibt und wenn ja, was diese beinhaltet, bis gestern zum geforderten Termin schuldig.

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