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Bützower Zeitung

18. November 2017 | 18:53 Uhr

Schwaan : „Abschluss lange nicht das Ende“

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Absolventen der Altenpflegeschule im AUZ Schwaan nahmen gestern ihre Zeugnisse entgegen / Alle haben bereits einen Job sicher

svz.de von
erstellt am 04.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Der Tisch war reich gedeckt, der Sekt prikelte in den Gläsern und frische Blumen warteten darauf, von entgegen genommen zu werden. Die Stimmung unter den Anwesenden war ausgelassen, denn für sie haben die Prüfungen endlich ein Ende gefunden. Den Abschluss haben sie in der Tasche. Nach drei langen Jahren dürfen sich neun Absolventen der Altenpflegeschule des Ausbildungs- und Umschulungs-Zentrums (AUZ) Schwaan ausgebildete Kranken- und Altenpfleger nennen.

„Der Abschluss ist noch lange nicht das Ende. Auch danach gibt es noch viel für die angehenden Altenpfleger zu lernen und Herausforderungen zu meistern. Ich stelle es mir aber einfacher vor, bei der Tätigkeit selbst weiterzulernen, als beim Dozenten, der immer einen bestimmten Fachbegriff hören möchte“, sagt Dr. Heike Schulz, Geschäftsführerin des AUZ. Manchmal hätten die Schüler auch gezweifelt, doch in dem Beruf gehe es schließlich auch darum, mit Stresssituationen umgehen zu können.

Auch der 27-jährige Markus Bohnet aus Güstrow ist nun stolzer Absolvent. Als Klassenbester nahm er sein Zeugnis entgegen. „Konflikt- und Stressmanagement sind natürliche wichtige Fähigkeiten für jemanden der diesen Berufsweg einschlägt. Außerdem darf man sich nicht zu schade sein, bestimmte Arbeiten zu machen“, erzählt der ausgebildete Altenpfleger. Abe vor allem müsse man offen und tolerant gegenüber allen Menschen und einfach sehr empathisch sein. „Besonders das Verhältnis zum Tod ist manchmal schwierig. Damit muss man umgehen können“, erläutert Markus Bohnet. Er sowie auch seine Kollegen dürfen jedoch in eine optimistische Zukunft blicken. „Alle Absolventen haben schon einen Arbeitgeber gefunden. Der Kampf um die Fachkräfte ist momentan sehr hart. Darum werden sie stark umworben. Das Einzige, was ich mir noch wünsche, ist, dass ihnen die Arbeitgeber auch mit der nötigen Wertschätzung entgegentreten. In der Praxis ist dies leider noch zu selten der Fall. Aber unsere Absolventen sind gut ausgebildet und sie müssen selbst dafür kämpfen, dass sich die Verhältnisse bessern“, erklärt Dr. Heike Schulz. Trotz allem sei Altenpfleger jedoch ein Beruf, der noch lange Zeit sehr gefragt sein wird. Die heutigen Berufseinsteiger könnten sich ihre Arbeitgeber aussuchen. Zudem gebe es viele Möglichkeiten, sich weiterzubilden.

Markus Bohnet kann sich gut vorstellen, die nächsten Schritte auf der Karriereleiter zu gehen. Demnächst möchte er ein berufsbegleitendes Online-Studium an der Hochschule Wismar beginnen. Mit Online-Vorlesungen und Live-Videokonferenzen holt er sich den Hörsaal dann ins Wohnzimmer. „Die Möglichkeiten in der jetzigen Altenpflege sind viel breiter gefächert. Wurde man früher nur stationär eingesetzt, so gibt es heute Tages- und Intensivpflege sowie ambulante Pflege. Es liegt also an unseren Schülern, den richtigen Weg einzuschlagen und das Bild des Altenpflegers positiv zu besetzen“, so Dr. Heike Schulz.

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