Tarnow : Abschied nach zehn Jahren

Einen Abschiedssegen gab Pastorin Gesine Isbarn (r.) Erika Maurer (M.) im Kreis einiger Kinder mit auf den Weg. Maurer war zehn Jahre als Gemeindepädagogin tätig.
Einen Abschiedssegen gab Pastorin Gesine Isbarn (r.) Erika Maurer (M.) im Kreis einiger Kinder mit auf den Weg. Maurer war zehn Jahre als Gemeindepädagogin tätig.

Gemeindepädagogin Erika Maurer geht in den Ruhestand.

von
18. September 2019, 20:00 Uhr

Sie steht umringt von einigen Kindern und Jugendlichen vor dem Altar und der Pastorin Gesine Isbarn, die ihr im Rahmen eines gesonderten Gottesdienstes den Abschiedssegen erteilt. Erika Maurer war zehn Jahre lang als Gemeindepädagogin in den Kirchgemeinden Tarnow und Baumgarten tätig. Jetzt geht sie in den Ruhestand.

Es war nur eine 25-Prozent-Stelle, die die Gemeindepädagogin Erika Maurer in den Kirchgemeinden innehatte. Aber darauf schaute sie nicht. „Sie war so voller Elan und Energie und sprühte voller Ideen, als sie damals, im August 2009, zu uns kam“, erinnerten sich Kerstin Mauck und Gabriele Peterek von der Kirchgemeinde. Die beiden hatten damals sofort gewusst, mit dieser Frau wird das was mit der Kinderarbeit in der Gemeinde. Und so war es auch.

Erika Maurer hatte nicht nur Altbewährtes weitergeführt, sie hatte auch viele Angebote für die Kinder und Jugendlichen neu aufgebaut. Es fanden regelmäßig Kinder-Kirchen-Tage statt, sie besuchte die Kinder in den Kindergärten, in den Winterferien fanden Bibel- und Legotage statt, sie zog mit den Sternsingern durch die Orte, übte mit „ihren“ Kindern Martins- und Krippenspiele ein, veranstaltete Schulanfangsgottesdienste und ganz beliebt bei den Kindern waren auch die Exkursionen und Übernachtungen in der Kirche mit vielen Entdeckungen.

Am meisten aber lagen ihr die Zirkustage. Als Zirkusdirektorin verstand sie es, den Kindern ihre individuellen Begabungen zu entlocken und so hatten alle ganz viel Spaß am Üben und Vorführen. Ob es die Organisation des Weltgebetstages war, des Weihnachtsgottesdienstes, der Reisegottesdienste oder gar die Origami-Abende – Erika Maurer brachte sich in der Kirchgemeinde bei Klein und Groß ein und unterstützte die Ehrenamtlichen tatkräftig.

Eigentlich ist Erika Maurer, die heute in Güstrow lebt und zwei erwachsene Söhne sowie zwei Enkelkinder hat, gelernte Näherin. Doch das sollte nicht ihr Beruf werden. Sie studierte auf Lehramt für Mathematik und Physik und war eine Zeit lang als Lehrerin an einer Oberschule tätig. Später setzte sie noch ein BWL-Studium drauf, weil sie noch zu DDR-Zeiten in die freie Wirtschaft wechselte. Nach der Wende arbeitete sie in der Evangelischen Familienbildung in Güstrow. „Dabei hatte ich eines Tages Lust auf mehr Glauben“, erzählte sie. „Und so studierte ich noch einmal und zwar Religion auf Lehramt. Parallel dazu habe ich schon Religion in der Schule unterrichtet und kirchliche Veranstaltungen mitgestaltet. Als hier eine Gemeindepädagogin fehlte, bewarb ich mich.“ Und das war ein Gewinn für die Kirchgemeinden Baumgarten und Tarnow.

Jetzt geht Erika Maurer in den Ruhestand – und das gern. „Man muss wissen, wann man gehen muss und soll“, ist sie überzeugt. „Ich denke, jetzt ist es an der Zeit, diese Aufgabe in jüngere Hände zu legen.“ Mit einer kleinen Kaffeetafel und einigen Geschenken bedankten sich die Menschen, mit denen sie zehn Jahre lang zusammengearbeitet hatte, liebevoll von „ihrer“ Erika Maurer.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen