Abfall wie in Bad Doberan sammeln

rüdiger zöllig

Bündnisgrüne wollen bürgerfreundliche Abfallentsorgung für gesamten Landkreis / Kreistag beschließt morgen Abfallentsorgungssatzung

Abfall sammeln wie im Altkreis Bad Doberan: Das will die Fraktion der Bündnisgrünen im Kreistag und das sagt Fraktionschef Rüdiger Zöllig, aus Schwaan. Seine Fraktion hat daher zur Kreistagssitzung morgen um 16.30 Uhr im Kreishaus Am Wall einen Änderungsantrag für die zu beschließende Abfallentsorgungssatzung eingereicht. „Ziel ist, das umwelt- und bürgerfreundlichere System des Altkreises Bad Doberan zu erhalten und für den gesamten Landkreis Rostock zu übernehmen“, erklärt Zöllig das Ansinnen der Fraktion.

„In beiden Altkreisen war ein Mindestabfallaufkommen von 10 Litern je Einwohner und Woche zugrunde gelegt worden. Bereits diese Menge wird bei umweltbewusstem Verhalten von vielen Bürgern nicht erreicht“, umreißt Zöllig den Ausgangspunkt für die Gedanken der Bündnisgrünen. Im Altkreis Güstrow habe sich der Bürger für feste Entsorgungszyklen mit grundsätzlich zwei- oder vierwöchiger Entleerung der Tonne entscheiden können. Zu diesen Zeiten werde die Tonne zum Entleeren bereit gestellt, egal wie voll sie sei, sagt Zöllig. Zusätzliche kostenpflichtige Entsorgung sei aber außerdem möglich.

Zöllig in der Mitteilung an unsere Redaktion weiter: „Im Altkreis Bad Doberan dagegen sind in der Abfallgebühr 13 Pflichtentleerungen kalkuliert, die entsprechend des amtlichen Tourenplans zu beliebigen Zeitpunkten in Anspruch genommen werden können. Die Anzahl der Entleerungen wird über ein Transpondersystem erfasst.“ Die Bürger würden bei erhöhtem Restabfallaufkommen unkompliziert vom vier- auf den zweiwöchigen Entsorgungszyklus umsteigen und bei geringerem Aufkommen wieder zurückwechseln, so der Fraktionsvorsitzende.

„Nicht in Anspruch genommene Entleerungen dürfen ähnlich einem Guthaben gesammelt und bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt eingesetzt werden. Den Bürgern, denen die 13 Pflichtentleerungen nicht ausreichen, werden die zusätzlichen Entleerungen als Zusatzentleerungen angerechnet.“ Daraus leitet Zöllig den Änderungsvertrag ab, denn im Entwurf der neuen Satzung werde die Verfahrensweise im Ex-Landkreis Doberan nicht weiter verfolgt, sondern lediglich das starre Entsorgungssystem des Altkreises Güstrow beibehalten und auf den gesamten Landkreis ausgedehnt.

Für die Fraktion sind damit „Anreize für die in der Satzung geforderte Abfallvermeidung, die durch eine bedarfsgerechtere Entsorgung ermöglicht und damit auch honoriert wird, nicht hinreichend gegeben“. Das bisher im Altkreis Bad Doberan angewandte System schätzen die Bündnisgrünen daher nicht nur als umweltfreundlicher sondern auch als flexibler und daher bürgerfreundlicher ein.

Ohne große Diskussion empfahlen (wir berichteten) die Mitglieder des Kreisausschusses dem Kreistag ein neues Abfallwirtschaftskonzept für den Landkreis Rostock zu beschließen. Großartige Änderungen kämen auf die Bewohner der Güstrower wie der Doberaner Region nicht zu, da die Unterschiede bei der Abfallentsorgung in beiden Altkreisen nicht so groß seien, erklärte Thomas Buske, Leiter Eigenbetrieb Abfallwirtschaft, auf der Sitzung.

Das Konzept bildet die Grundlage für künftige Organisationsstrukturen. Es ist Voraussetzung für die Abfallsatzung und einer folgenden europaweiten Ausschreibung der Abfallentsorgung im Landkreis. Unterschiedliche Entsorgungsmodelle für die graue Restmülltonne gibt es durch die vorherige Kreisstruktur.







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