Bützow : Ab Donnerstag Fastenaktion für jedermann

Sieben Wochen auf etwas zu verzichten und damit in dieser Zeit etwas freizulegen und in Bewegung zu bringen, könnte auch heißen, den Kühlschrank zu entrümpeln. Doch das ist längst nicht alles.
Sieben Wochen auf etwas zu verzichten und damit in dieser Zeit etwas freizulegen und in Bewegung zu bringen, könnte auch heißen, den Kühlschrank zu entrümpeln. Doch das ist längst nicht alles.

Evangelisch-lutherische Kirche Bützow lädt am 27. Februar um 19 Uhr ins Gemeindehaus in der Pfaffenstraße ein

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26. Februar 2014, 17:00 Uhr

Die Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Mecklenburg-Bützow beginnt am Donnerstag (27. Februar) um 19 Uhr mit einer Reihe von Abenden innerhalb der Fastenaktion „Selber denken! Sieben Wochen ohne falsche Gewissheiten“ der Evangelischen Kirche.

Das Angebot richtet sich an alle Interessierten. „Wir laden ein, sich Zeit zu nehmen – zum Nachdenken und zu Gesprächen rund um die Passionszeit“, sagt Pastorin Christine Oberlin.

Die Treffen zur Fastenaktion finden ab heutigem 27. Februar jeweils donnerstags von 19 Uhr bis 19.30 Uhr im Gemeindehaus in der Pfaffenstraße 11 in Bützow statt.

„Die einzelnen Abende werden voneinander unabhängig gestaltet“, erläutert Pastorin Oberlin. So könne sich jeder zu jeder Zeit „einklinken“, ohne dass er bei den vorherigen Treffen dabei gewesen sein muss. Jede der Zusammenkünfte ist auf rund eine halbe Stunde beschränkt, so dass man nach dem Abendessen und dem Dienst mal für kurze Zeit „reinspringen“ kann, um Denkanstöße zu bekommen und Impulse mit nach Hause zu nehmen.

Die wöchentlichen Fastenabende finden bis Ostern statt, so wie es die christliche Tradition des Fastens vorsieht.

Jeder der sieben Abende, bei dem die Teilnehmer in einem Stuhlkreis rund um die aufgeschlagene Bibel sitzen, beginnt mit einem kurzen Lied und einer Psalmlesung. Nach dem Verlesen des Bibeltextes gibt es ein Gespräch über den Text. Zum Abschluss folgen ein kurzes Gebet, ein Abendlied und die Pastorin erteilt den Abendsegen. „Die Bibeltexte sollen dazu anregen, über das Thema ,falsche Gewohnheiten’ nachzudenken“, so Christine Oberlin.

So werden sich die verschiedenen Texte um das „selber denken, selber suchen, reden, handeln, prüfen, bekennen und leuchten“ drehen. „Die Auseinandersetzung mit diesen Themen soll ein Wegbegleiter für die Passionszeit sein“, sagt die Pastorin.

Heute Abend werde erstmal darüber geredet, was man unter Fastenzeit versteht. „Es ist für mich ein Freiraum, den man sich nimmt, um über bestimmte Dinge nachzudenken“, sagt Christine Oberlin. Es gehe gar nicht unbedingt um den Verzicht, sondern um eine andere Gewichtung und darum, eine andere Perspektive auf die Dinge zu bekommen. „Wenn Fasten richtig verstanden wird, ist es eine Befreiung“, so die Pastorin. Deshalb sollte man sich diese halbe Stunde zum Innehalten gönnen, findet sie. Die Fastenabende stünden allen offen, betont sie. „Man muss nicht warten, bis man mal krank wird, um Zeit zu haben“, meint Pastorin Oberlin.

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