#MVhältzusammen : Schwaaner wollen ihren Nachbarn helfen

Mit Gummihandschuhen und Mundschutz bringen Maximilian Bleeck und die anderen Helfer auf Wunsch den Einkauf zu Menschen aus der Risikogruppe nach Hause.
Mit Gummihandschuhen und Mundschutz bringen Maximilian Bleeck und die anderen Helfer auf Wunsch den Einkauf zu Menschen aus der Risikogruppe nach Hause.

Anruf genügt: Vereine tun sich zusammen, um Menschen aus der Corona-Risikogruppe zu unterstützen.

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04. April 2020, 16:00 Uhr

Der Gang zur Apotheke, die Besorgungen im Supermarkt oder die Gassirunde mit dem Hund – Alltägliches kann momentan zur Herausforderung werden. Denn gerade Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen sind durch die sich ausbreitende Corona-Pandemie gefährdet und darum zu besonderer Vorsicht angehalten. „Diesen Menschen wollen wir helfen“, sagt Maximilian Bleeck. „Wir wollen für sie Besorgungen und Botengänge übernehmen.“

Freie Zeit sinnvoll nutzen

Maximilian Bleeck ist im Fußballverein Schwaaner Eintracht aktiv. Dort kam ihm auch die Idee, eine Nachbarschaftshilfe ins Leben zu rufen. „Schließlich wird jetzt Hilfe benötigt“, sagt er. Außerdem haben die Freizeitsportler momentan weder Training noch Spiele – darum wird Zeit frei für andere Aufgaben.

Über den Vereinspräsidenten Ralf Loheit stellten Maximilian Bleeck und sein Mitstreiter Phillipp Risch Kontakt zu anderen Vereinen und Parteien der Stadt her. Alle waren schnell begeistert und bereit, sich einzubringen. „Es ist schön, auf diese Weise die Vereine der Stadt zusammenzubringen und gemeinsam als Schwaaner etwas für Schwaaner zu erreichen“, sagt Bleeck. Mit im Boot sind unter anderem die Feuerwehr, der Schwaaner SV, der Wiendorfer Sportverein, der Carnevalsverein, Bürger für Schwaan und die Benitzer Sportler. „Es hat eine Eigendynamik entwickelt, wir sind als Helfer gut aufgestellt“, so Bleeck.

Und so funktioniert die Nachbarschaftshilfe: Wer in der aktuellen Situation nicht aus dem Haus gehen kann oder möchte, kann sich per E-Mail unter maximilianbleeck14@web.de bei Maximilian Bleeck melden oder telefonisch unter der Nummer 0172/986 36 17 bei Phillipp Risch. „Wir leiten die Anfrage weiter und schauen, wer am besten helfen kann“, erklärt Bleeck. Dann gibt es eine Rückmeldung bei dem Hilfesuchenden, wer sich mit ihm in Verbindung setzen wird. „So können wir ausschließen, dass Trickbetrüger die Situation ausnutzen“, betont der Schwaaner.

An anderen Initiativen orientiert

Die Übergabe erfolgt unter strengen Regeln mit Handschuhen, Mundschutz und Desinfektion. „Wir haben uns bei anderen Nachbarschaftshilfen Orientierung geholt, worauf man achten sollte.“

Gerade haben die Engagierten Flyer zur Aktion verteilt. Bislang hat sich noch kein Hilfesuchender gemeldet. Maximilian Bleeck fürchtet, dass gerade die Senioren Angst haben, damit auf jegliches Rausgehen zu verzichten. Aber gegen einen Spaziergang sei ja nach wie vor nichts einzuwenden. In vollen Supermärkten hingegen ist die Ansteckungsgefahr größer. „Wir drängen uns nicht auf“, sagt Bleeck. „Aber wenn uns jemand braucht, sind wir da.“

Unternehmen müssen in der Corona-Krise kreativ werden, um ihre Produkte zu vertreiben. Unsere Karte soll dabei helfen.

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