Schwaan : Bauhof macht die Bänke flott

Bei der Wartung der Bänke und Blumenkästen packen Gudrun Sylwesterzack und Olaf Siglow mit an. Sie sind über die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für die Stadt Schwaan im Einsatz.
Bei der Wartung der Bänke und Blumenkästen packen Gudrun Sylwesterzack und Olaf Siglow mit an. Sie sind über die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft für die Stadt Schwaan im Einsatz.

Mitarbeiter nutzen die Wintermonate, um das Stadtmobiliar zu pflegen. Spätestens zu Pfingsten soll alles wieder draußen sein.

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12. Februar 2020, 18:01 Uhr

Zügig fährt Gudrun Sylwesterzack mit dem Stück Sandpapier über die Oberfläche. Weißer Staub rieselt herab und hat bereits ihre Arbeitshandschuhe und Unterarme eingefärbt. „Sieht gut aus“, lobt Thomas Haak, Vorarbeiter auf dem Schwaaner Bauhof. „Macht auch Spaß“, sagt Gudrun Sylwesterzack und beugt sich wieder über den Blumenkasten. Im Sommer schmückt er bunt bepflanzt das Rathaus der Stadt. Jetzt wird er in der Werkstatt auf dem Hof in der Rostocker Straße wieder flott gemacht. Sieben gibt es von diesen Blumenkästen am Rathaus, außerdem die drei Pyramiden, die in der schönen Jahreszeit vor dem Verwaltungssitz und auf dem Marktplatz stehen. Mit Geranien, Petunien und anderen farbenfrohen Blumen bepflanzt, zieren sie dann das Schwaaner Stadtzentrum.
 

Rund 80 Stück werden im Winter abgebaut

Olaf Siglow hat den kleinen Pinsel zur Hand genommen. Mit konzentriertem Blick bringt er schwarzen Lack auf das Metallgestell. Ganz akribisch, keine Stelle soll unbeachtet bleiben, denn die Bank mit der elegant geschwungenen Lehne gehört zur Luxusausführung. „Die zu pflegen, ist zeitaufwändig“, sagt Thomas Haak. Denn die Latten aus Eschenholz müssen gründlich abgeschliffen und mit Lasur gestrichen werden.

Aber auch alle anderen Bänke, die in den wärmeren Monaten über das gesamte Stadtgebiet verteilt aufgestellt sind, erhalten momentan ihre Frischekur. Das sind mehr als 80 Stück. „Und fast alle davon werden im Winter abgebaut“, sagt der Vorarbeiter. Wenn das Wetter schmuddelig ist, so wie in den vergangenen Tagen, arbeiten seine Kollegen und die beiden Unterstützer von der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) an den Bänken, Blumenkästen und Pyramiden. „An Grünschnitt ist bei dem Regen und Sturm ja nicht zu denken“, sagt Haak mit Blick aus dem Fenster, vor dem schon wieder ein Schauer Schneeregen vom Himmel rieselt.

Bänke stehen in Schwaan überall da, wo es einen schönen Blick gibt, sagt der Vorarbeiter. Zum Beispiel an der Anlegestelle des Warnowlöpers oder gegenüber an der Bullenwiese, die Bunkeallee entlang und auf dem Marktplatz. „Außerdem haben wir einen Rastplatz für Fahrradtouristen im Benitzer Landweg“, sagt Thomas Haak. Auch dort stehen Bänke, die gepflegt werden müssen.

Kaum Vandalismus

Auch die Halterungen der Bänke werden im Winter gewartet. „Die sind zum Teil 40 Jahre und älter“, sagt Haak. Nach und nach sollen sie erneuert werden.

Mit Vandalismus hat Schwaan zum Glück wenig Probleme. „Hier und da ist mal eine Bank bemalt oder beschnitzt“, sagt der Vorarbeiter. „Aber das ist nicht die Regel.“ Geht über die Sommermonate eine Sitzgelegenheit kaputt, wird sie durch eine Reservebank ersetzt und dann erst im Winter, wenn dafür Zeit ist, repariert.

Spielplätze werden in Schwaan regelmäßig kontrolliert. „Das passiert etwa zweimal die Woche, wenn wir die Papierkörbe entleeren“, erklärt Thomas Haak. Dann schauen die Kollegen auf ihren Touren gleich nach dem Rechten. Ist noch alles in Ordnung? Sind die Spielgeräte funktionstüchtig? Liegen auch nirgendwo Glasscherben oder Kippen herum? Spätestens zu Pfingsten sollen alle Bänke und Blumenkästen in Schwaan wieder draußen stehen.

Je nach Wetterlage auch früher. „Und im Mai beginnen wir dann mit dem Bepflanzen“, sagt der Bauhof-Chef. Neben den mobilen Blumenkästen gibt es in Schwaan acht Kübel, die flottgemacht werden. Im Sommer, wenn es so heiß und trocken ist wie in den vergangenen Jahren, müssen die Blumenkästen zwei- bis dreimal in der Woche gegossen werden. Für ein gepflegtes und lebenswertes Stadtbild nehmen Schwaan und die Mitarbeiter des kommunalen Bauhofes das aber gern auf sich.

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