Projekt : Kinder können Bützower Walddorf erobern

Willkommen: Dieses Eingangsschild schuf der 80-jährige Gerhard Schwarz (2.v.r.) aus Bernitt. Gemeinsam mit Birgit Czarschka vom Förderverein und Landrat Sebastian Constien wurde es enthüllt.
Willkommen: Dieses Eingangsschild schuf der 80-jährige Gerhard Schwarz (2.v.r.) aus Bernitt. Gemeinsam mit Birgit Czarschka vom Förderverein und Landrat Sebastian Constien wurde es enthüllt.

Sieben Jahre sind vergangenen, viele bürokratische Hürden wurden genommen, nun können Kinder Natur pur in der Miniaturstadt erleben

svz.de von
13. Juni 2019, 12:00 Uhr

„Versuchs mal mit Gemütlichkeit...“, singt Luis Kröplin. Welches Lied passt wohl besser an diesen Ort als der Hit aus dem Dschungelbuch? „Es ist ja auch unser Dschungelcamp“, hatte Birgit Czarschka vor einigen Tagen dem Reporter erklärt und gelacht. An diesem Mittwochnachmittag hat die Vorsitzende des Fördervereins der Miniaturstadt allen Grund zur Freunde. Es wird nicht das Dschungelcamp, sondern das Walddorf eröffnet. Sieben Jahre nachdem die Idee geboren wurde, können Kinder nun dieses besondere Freizeitangebot in Besitz nehmen.

Der Erfolg hat viele Gesichter: Stellvertretend für die Planung, Bauausführung und die Organisation drumherum wurden bei der Eröffnung des Walddorfes eine Reihe von Akteuren ausgezeichnet.  Fotos: Ralf Badenschier
Der Erfolg hat viele Gesichter: Stellvertretend für die Planung, Bauausführung und die Organisation drumherum wurden bei der Eröffnung des Walddorfes eine Reihe von Akteuren ausgezeichnet. Fotos: Ralf Badenschier
 

In diesen sieben Jahren gab es bei Birgit Czarschka und ihren Mitstreitern ein Auf und Ab in der Gefühlswelt. Denn den Erbauern wurde es nicht einfach gemacht. Immer wieder kamen neue bürokratische Auflagen dazu, die berücksichtigt und eingehalten werden mussten. Doch Birgit Czarschka und die Vereinsmitglieder blieben dran. Diese Hartnäckigkeit, für die Menschen in der Region etwas zu schaffen, imponiert zum Beispiel den Bützower Unternehmer Mario Kajewski. „Sie hält viele Fäden zusammen, sie hat mit uns einen guten Partner und wir haben mit ihr einen guten Partner. Wir unterstützen uns zum gegenseitigen Vorteil“, erklärt Mario Kajewski. Sein Unternehmen ist eines von vielen Firmen in der Region, die das Projekt Walddorf möglich gemacht haben. Denn insgesamt seien nur 75 000 Euro ausgegeben worden. Darunter kaum Lohnkosten, da das meiste über Projekte des zweiten Arbeitsmarktes beziehungsweise über das Ehrenamt gestemmt wurde. Hinzu kamen unter anderem Stiftungsgelder.

Rund 10 000 Besucher im Schnitt

Entstanden sind sechs Häuser auf Stelzen in zwei Metern Höhe, in denen jeweils vier Kinder übernachten können, ein Haus in luftiger Höhe für Erzieher und ein Gemeinschaftshaus, unter anderem zum gemeinsamen Essen. Kinder können hier inmitten der Natur unbeschwerte Freizeiten verbringen. „Wlan-frei“, erklärt Birgit Czarschka und hat die Lacher auf ihrer Seite.

Das Walddorf sei auch wichtig, um den Touristenstandort Freizeit- und Familienpark noch attraktiver zu machen. Die Miniaturstadt zählt im Jahr im Schnitt rund 10 000 Besucher. Nun kommt eine weiteres Angebot hinzu, das weitere Gäste anlocken wird. Die ersten Anmeldungen liegen bereits vor, erklärt die Vereinschefin.

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