89-Jährige mit "Enkeltrick" abgezockt

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25. Mai 2012, 05:15 Uhr

Güstrow | Hinterlistige Täter haben in Güstrow erneut mit dem so genannten Enkeltrick zugeschlagen. Opfer ist eine 89-Jährige aus der Barlachstadt. Nach SVZ-Informationen sollen die Täter von ihr bis zu 18 000 Euro erbeutet haben.

Wie die Polizei mitteilt, meldete sich eine unbekannte weibliche Tatverdächtige bei der 89-jährigen Geschädigten und gab sich als Nachbarin aus. Die Anruferin gab an, in Not geraten zu sein. Aus diesem Grund benötige sie eine größere Summe Bargeld. Sie verwickelte die ältere Dame in ein Gespräch und erfuhr dadurch, wie viel Bargeld die Geschädigte im Haus hatte. Kurz nach dem das Telefonat beendet wurde, erschien eine weitere Frau an der Wohnungstür der Geschädigten. Wie telefonisch besprochen, übergab das Opfer der zweiten Täterin mehrere Tausend Euro. Diese teilte der Geschädigten zwei Telefonnummern mit, an die sie sich wenden soll, um die Übergabe beglaubigen zu lassen. Nach dem das Opfer die Telefonnummern wählte, um sich die Übergabe bestätigen zu lassen, stellte sie fest, dass sie auf Betrüger hereingefallen war und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor solchen Betrügern. "Immer wieder versuchen die ohne Skrupel und Moral an das Ersparte, insbesondere von älteren Bürgern, zu gelangen", sagt Polizeikommissarin Jana Sprank. Die Vorgehensweise beim "Enkeltrick" ist dabei immer ähnlich. Per Telefon melden sich die Betrüger bei älteren Menschen, geben sich als Verwandte oder Bekannte aus und bitten unter Vortäuschung einer bestimmten Situation (Verkehrsunfall/Notlage/Hauskauf) um eine meist größere Bargeldsumme. Die Abholung erfolgt dann durch eine vom Anrufer geschickte Person, so die Polizei.

"Die Täter verstehen es bei ihren Telefonaten, ihre Opfer umfassend zu manipulieren, indem sie diese in Aufregung versetzen, alle Bedenken und Gegenreaktionen abwehren und immer wieder ihre ,Notsituation’ verdeutlichen", erläutert Jana Sprank. Die Polizei rät nochmals besonders älteren Menschen, auch am Telefon ein gesundes Misstrauen zu behalten.

Folgendes Verhalten wird geraten: Fragen Sie den Anrufer, der sich als entfernter Verwandter oder Bekannter ausgibt, nach persönlichen Fakten, die ihn als wirkliches Familienmitglied auszeichnen. Fragen Sie, wer am Telefon ist und erraten sie keinesfalls den Namen des Anrufers. Lassen Sie sich die Telefonnummer des Anrufers für einen Rückruf geben. Sollten Sie telefonisch um Bargeld gebeten werden, beraten Sie sich zunächst mit anderen Verwandten. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie umgehend die Polizei, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

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