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Bützower Zeitung

11. Dezember 2017 | 16:14 Uhr

WAZ : 47 Euro mehr in Haushaltskasse

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

WAZ senkt für Schmutzwasser und erhöht für Trinkwasser die Gebühren. Investitionen 2018 von 3 Millionen Euro

von
erstellt am 08.Dez.2017 | 05:00 Uhr

Etwa 47 Euro verbleibt einem durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt mehr in der Haushaltskasse in den kommenden beiden Jahren. Dies verspricht der Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverband Güstrow-Bützow-Sternberg nach seiner Verbandsversammlung am Mittwochabend in Rühn. Die Rechnung resultiert aus einer beschlossenen Senkung der Schmutzwassergebühren und einer gleichzeitigen – geringer ausfallenden – Erhöhung der Trinkwassergebühr.

Die Mengengebühr für die Schmutzwasserentsorgung könne von derzeit 3,20 Euro auf 2,66 Euro pro Kubikmeter gesenkt werden, weil es in den Vorjahren ungeplante Mehreinnahmen gegeben habe, die nun verrechnet würden. Die monatliche Grundgebühr von 9,20 Euro je Wohneinheit bleibe bestehen. Für einen modellhaften Haushalt bedeute das eine Ersparnis von etwa 65 Euro im Jahr, rechnet Verbandsgeschäftsführerin Katja Gödke vor.

Anders beim Trinkwasser. Hier schlage die im vergangenen Jahr vom Land erhobene Verdoppelung des Wasserentnahmeentgeltes jetzt durch, erklärt Gödke. 2016 und 2017 habe man das noch durch überplanmäßige Einnahmen kompensieren können. Jetzt aber mache sich, auch vor dem Hintergrund notwendiger Investitionen und Sanierungen im Trinkwasserbereich, eine Anhebung der Entnahmegebühr erforderlich, und zwar um 5 Cent auf 1,90 Euro pro Kubikmeter. Die monatliche Grundgebühr für den kleinsten Zähler steigt von 9 Euro auf 10 Euro. Für einen Vier-Personen-Haushalt ergebe sich daraus insgesamt eine jährliche Mehrbelastung von rund 18 Euro.

Verbandsvorsteher Christian Grüschow: „Das bedeutet, dass für alle Kunden, deren Grundstücke an die zentrale Schmutzwasseranlage angeschlossen sind, die Jahresbelastung aus Trink- und Schmutzwassergebühren zum 1. Januar 2018 um rund 47 Euro sinkt. Das gilt für 72 Prozent der Einwohner im Versorgungsgebiet.“

Die neue Gebührenordnung gilt ab 1. Januar 2018 für zwei Jahre. Unverändert bleiben die Gebühren für die Einleitung von Niederschlagswasser sowie zur Entsorgung aus abflusslosen Gruben. Mehr zahlen müssen dagegen Besitzer für die Entsorgung aus ihrer nichtöffentlichen Kleinkläranlage. Statt bisher 17 Euro sind ab Januar 19,48 Euro je Kubikmeter Wasser/Schlammgemisch fällig. Nach vier Jahren Preisstabilität fallen hier unter anderem gestiegene Transportkosten zu Buche.

Investitionen: Neuer Brunnen in Göllin

Gut 3 Millionen Euro will der WAZ im kommenden Jahr in Sanierung und Neubau von Anlagen investieren, davon rund 40 Prozent in die Trinkwasserversorgung. In der Region Bützow ist vor allem der geplante Neubau eines Versorgungsbrunnens in Göllin zu nennen.

Im Abwasserbereich ist unter anderem die Gartenstraße in Laage im Zuge des dortigen Straßenbaus mit 150 000 Euro veranschlagt. Mit 248 000 Euro am kostenintensivsten ist jedoch die Sanierung der mechanischen Vorreinigung auf der Kläranlage Charlottenthal.

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