Bützow : 37-Jähriger vom SEK festgenommen

Ein Archivbild zeigt: Derart maskiert stürmten Polizisten Dienstagnacht in Wolken das Haus eines 37-Jährigen.
Ein Archivbild zeigt: Derart maskiert stürmten Polizisten Dienstagnacht in Wolken das Haus eines 37-Jährigen.

Gefahrenabwehrende Maßnahme des Sondereinsatzkommandos in Wolken. Mann bedrohte Ex-Frau und äußerte Suizidabsichten

svz.de von
11. Januar 2018, 16:56 Uhr

Großeinsatz der Polizei am Mittwoch kurz vor Mitternacht im Bützower Ortsteil Wolken. 30 Polizisten, darunter Beamte des Spezialeinsatzkommandos der Landespolizei, stürmten das Anwesen eines 37-Jährigen, der ohne Widerstand zu leisten festgenommen wurde. Es lag eine potenzielle Gefährdungslage vor, da der Mann seine Ex-Frau bedroht haben soll. Auch Suizidabsichten sollen geäußert worden sein. Da der 37-Jährige Jäger ist und über diverse scharfe Waffen in seinem Haushalt verfügt, entschied sich die Polizei für solch einen Großeinsatz. Die Waffen wurden in Sicherheitsverwahrung genommen. „Aus gefahrenabwehrenden Gründen, hauptsächlich wegen des geäußerten Suizides“, erklärte Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow. Wie SVZ erfuhr, war der Mann alkoholisiert, als er beim Versuch, seine Ex-Frau zurückzugewinnen, die Äußerungen tätigte. Frahm bestätigte das. Die Situation habe sich hochgeschaukelt.

Am Donnerstag wurde der 37-Jährige von der Polizei eingehend befragt. In erster Linie um zu prüfen, ob tatsächlich Suizidabsichten bestehen, erklärte Gert Frahm. „Das kann aber ausgeschlossen werden.“ So wurde der Mann aus Wolken wieder frei gelassen. Die Waffen bleiben beschlagnahmt. Es laufen Untersuchungen dazu, ob sie wieder ausgehändigt werden können.

Am Mittwochnachmittag stellte die Ex-Frau des 37-Jährigen Anzeige. Die Polizei habe daraufhin ermittelt, wo sich der Mann aufhielt. Dies dauerte bis in die Abendstunden. „Es waren Waffen im Spiel. Und wenn dann Bedrohungen erfolgen, werden wir natürlich aktiv“, erklärt Gert Frahm. „Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Schusswaffen durch den Mann eingesetzt werden, erfolgte der Zugriff durch das SEK M-V“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Rostock.

Der Mann ist zwar wieder auf freiem Fuß, dennoch wird der Sachverhalt der Staatsanwaltschaft übergeben.


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