Bützow : 2018 wird bunt im Krummen Haus

Das Krumme Haus hat vieles schon für 2018 durchgeplant. Bärbel Dreyer (l.) und Sabine Prescher freuen sich auf einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender.
Das Krumme Haus hat vieles schon für 2018 durchgeplant. Bärbel Dreyer (l.) und Sabine Prescher freuen sich auf einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender.

Ausstellungen, Konzerte, Lesungen: Stadtmuseum zeigt Kunst und kümmert sich um Lesekompetenz

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13. Januar 2018, 09:00 Uhr

Der Auftakt ist gemacht: Mit einer Vernissage wurde in dieser Woche die erste Sonderausstellung im Krummen Haus in Bützow eröffnet. Der Einstieg in das Veranstaltungsjahr 2018, das für das Krumme Haus wieder zahlreiche kulturelle Höhepunkte mit sich bringen wird. Vieles ist schon durchgeplant. Weit über die Pflichtveranstaltungen hinaus organisieren die Mitarbeiter um Sabine Prescher zusätzliche Ausstellungen, Lesungen, Feste und vieles mehr.

Insgesamt wird es vier Expositionen geben. Die Bewerber haben sich schon zwei Jahre im Voraus dafür beworben, ihre Werke im Krummen Haus präsentieren zu dürfen. Regionale Künstler seien bei der Auswahl favorisiert worden, erwähnt Sabine Prescher. Den Anfang machen Monika und Uwe Hildebrandt sowie Andreas Jens mit einer Fotoausstellung. Sie trägt das Motto „Im Vorübergehen“ und zeigt Straßenbilder aus Metropolen Europas. Die Fotos können bis zum 6. April bestaunt werden.


Kunst soll Attraktion für Touristen werden

Vom 11. April bis 8. Juni geht es mit Aquarellen von Brigitte Schnieders weiter. Der Sommer gestaltet sich dann heimatverbunden mit der Ausstellung „Augenblick – Grafik von Künstlerinnen aus MV“. In Schwerin hat sich Sabine Prescher die Wanderausstellung, die von der Stiftung Mecklenburg ins Leben gerufen wurde, bereits angeschaut. „Ich hab mir gedacht, hoffentlich bekommen wir die zu uns. Als ich dann beim Museumsverband nachgefragt habe, waren wir die ersten Bewerber und haben den Zuschlag bekommen“, freut sie sich.

Im Zeitraum dieser Ausstellung, 20. Juni bis 11. September, sollen besonders Urlauber in das Heimatmuseum gelockt werden. „Viele Touristen kommen auch zielgerichtet wegen der Kunst zu uns“, sagt Sabine Prescher. Den Abschluss macht dann Andy Fabian, ebenfalls mit einer Fotoausstellung, vom 19. September bis zum 14. Dezember. Mit seinen Bildern dokumentiert der gebürtige Bützower die Entwicklung nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima. Gleichzeitig wird er sich auch mit den Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in einer Gesprächsrunde auseinandersetzen.

Aus Platzgründen wird das Forum der Schule Ort von zwei weiteren Veranstaltungen sein. Am 23. März erzählt dort der Schauspieler Walter Plathe von seinem Buch „Ich habe nichts ausgelassen“ und reflektiert seine Laufbahn. Mal als Professor Unrat auf der Bühne, mal als sympathischer Landarzt im Fernsehen ist er durch seine vielseitigen und charaktervollen Rollen bekannt geworden.

Der 28. September steht im Zeichen des Plattdeutschen. Die Band „Godewind“ aus Schleswig-Holstein wird Lieder mit niederdeutscher Sprache im Forum erklingen lassen.


Vorträge über regionale Geschichte

Weiterhin wird über das ganze Jahr wieder das „Erzählcafé“ des Krummen Hauses stattfinden. Genauso dürfen sich historisch Interessierte über Vorträge freuen. So wird Hans-Jürgen Bramow Einblicke in die Münzstätte Schwaan im 17. Jahrhundert geben. Außerdem wird der Stadthistoriker Dr. Wolfgang Schmidtbauer am 18. April Bützow in der Zeit des 30-jährigen Krieges abhandeln. Dieser jährt sich zum 400. Mal. Zu guter Letzt ergänzen das jährliche Frühlingsfest am Schlossplatz und das Häftlingstreffen, das den politisch Verfolgten der DDR-Zeit gedenkt, den Veranstaltungskalender.

Auch im Zeichen der Leseförderung soll das neue Jahr stehen. „Wir wollen Kinder mit Spaß an Bücher heranführen. Zusätzlich zu den regelmäßigen Lesungen im Krummen Haus, wird wieder der Ferienleseclub und ein Lesewettbewerb für Schüler organisiert“, erklärt Sabine Prescher. Auch Schüler, die Probleme beim Lesen haben, werden jeden Montag gefördert. Die Zusammenarbeit mit dem Hort und der Grundschule sei enger geworden. „Manche Kinder können die Bücher gar nicht mehr aus der Hand legen und erzählen noch ihren Eltern von den Geschichten, die sie gelesen haben“, weiß Sabine Prescher.

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