Freiwillige Feuerwehr Zernin : 2017 bescherte viele graue Haare

Zernins Wehrführer Volker Frost-Ziegert ehrte Christoph Wallner und Phillip Molzan jeweils für ihre zehn Jahre Feuerwehrzugehörigkeit, Zu den Gratulanten gehörten auch der 2. stellvertretender Amtswehrführer, Michael Wildermuth, sowie Ingo Sander (v.l.), Bürgermeister der Gemeinde Tarnow.
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Zernins Wehrführer Volker Frost-Ziegert ehrte Christoph Wallner und Phillip Molzan jeweils für ihre zehn Jahre Feuerwehrzugehörigkeit. Zu den Gratulanten gehörten auch der 2. stellvertretende Amtswehrführer, Michael Wildermuth, sowie Ingo Sander (v.l.), Bürgermeister der Gemeinde Tarnow.

Freiwillige Feuerwehr Zernin blickt auf Vorjahr zurück. Ärger um Dach des Gerätehauses. MTW gab Geist auf. Zwei neue Kameraden aufgenommen

svz.de von
06. Februar 2018, 05:00 Uhr

Rein von den Einsatzzahlen her war 2017 ein ruhigeres Jahr für die Freiwillige Feuerwehr Zernin. Fünf Alarmierungen stehen zu Buche, davon zwei Brände und drei technische Hilfeleistungen. 2016 waren es noch doppelt so viele Alarmierungen. Aber das Drumherum habe den Blauröcken doch einige graue Haare beschert, sagt Wehrführer Volker Frost-Ziegert. „All das, was im Hintergrund passiert, war sehr anstrengend.“ Es habe sehr viele Gespräche mit der Gemeinde, dem Bürgermeister und dem Amt gegeben.

Zum einen ist da das Dach des Gerätehauses. „Seit vielen Jahren regnet es ins Gebäude“, bemängelt der Wehrführer. Schulungsraum und Mobiliar in der Küche seien bereits in Mitleidenschaft gezogen worden. Pfützen auf Möbeln sind keine Seltenheit, Tische sind bereits aufgequollen. „Es wird Zeit, dass etwas passiert“, sagt Volker Frost-Ziegert. Einmal habe die Gemeinde bereits eine Reparatur veranlasst, den gewünschten Erfolg habe es jedoch nicht gebracht. „Das günstigste Angebot ist nicht immer das beste...“, so der Wehrführer.

Für weiteren Stress sorgten die Fahrzeuge der Zerniner Wehr. Freudig: Anfang 2017 konnte der Wehr ein neues Löschfahrzeug übergeben werden. Doch dann machte der nunmehr 25 Jahre alte Mannschaftstransporter (MTW) schlapp. Er schaffte es nicht mehr durch die Hauptuntersuchung. „Die Kosten hätten den Wert überstiegen“, erklärte Volker Frost-Ziegert. Während der MTW nicht genutzt werden konnte, mussten einige Kameraden mit ihren Privatfahrzeugen zu den Einsätzen fahren, das Löschfahrzeug hat nämlich nur sechs Plätze.

„Händeringend“ habe man sich dann um einen Ersatz-MTW bemüht und wurde mit einem vom Katastrophenschutz des Landkreises ausgesonderten auch fündig. Ein Hin und Her habe es mit der Gemeinde gegeben, am Ende bezahlte die Feuerwehr den MTW – immerhin 500 Euro für die Beschaffung plus Reparaturen und Hauptuntersuchung – aus eigener Tasche. Dafür war insbesondere die Jugendwehr aktiv. Der Nachwuchs sammelte beispielsweise Steine auf dem Gelände eines Landwirts und erhielt dafür Geld. Zudem wurde Schrott gesammelt. Enttäuscht von der Gemeinde seien die Zerniner aber nicht, betont Volker Frost-Ziegert. „Wir sind ja dankbar, dass wir das Löschfahrzeug bekommen haben.“

Grund zur Freude kam während der Jahreshauptversammlung aber auch auf. So konnte der Wehrführer berichten, dass zwei Kameraden gewonnen werden konnten und sich die Zahl der aktiven Brandschützer nun auf 21 erhöht hat. „Mit den neuen Fahrzeugen sind auch mehr Leute bereit, sich zu engagieren“, sagt Volker Frost-Ziegert.

Hoffnung auf Zuwachs macht auch die nun geänderte Satzung der Wehr. Die vorige stammte aus dem Jahr 1992 und war nicht mehr zeitgemäß. So wurde jetzt der Umfang des Vorstandes festgehalten. Zudem wurde ein Passus zur Kinderfeuerwehr aufgenommen, was für Beitritte wichtig ist. Die Wehr erhofft sich dadurch neue Mitglieder, erklärt Volker Frost-Ziegert.

Auch Ehrungen wurden vorgenommen. So wurden der stellvertretende Wehrführer Christoph Wallner und Phillip Molzan für zehn Jahre in der Wehr ausgezeichnet. Und für 25 Jahre Feuerwehr-Dienst wurden Volker Frost-Ziegert und René Parpart geehrt.

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