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Bützower Zeitung

24. November 2017 | 23:30 Uhr

2013 sollen die Bauarbeiten beginnen

vom

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erstellt am 02.Aug.2012 | 10:11 Uhr

Schwaan | Otto Jörn ist unguldig: Die historische Hubbrücke über die Warnow wurde schon vor Jahren abgerissen, eine Behelfsbrücke errichtet, doch wann beginnen nun endlich die Arbeiten an der neuen Brücke?, fragt der Schwaaner. "Der Baubeginn ist für Herbst 2013 geplant", sagt Juliane Schulz, Pressesprecherin im Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung.

Sowohl dieses Ministerium als auch das Straßenbauamt Güstrow zeichnen verantwortlich für den Neubau der Brücke. Bis dahin müssen jedoch noch einige wichtige Entscheidungen abgewartet werden. Beispielsweise ist bisher nicht klar, ob auch Einrichtungen wie anerkannte Naturverbände, Versorgungsunternehmen wie Eon, der Landkreis und weitere Behörden ihr Okay für den Bau geben. "Das Verfahren im Rahmen der Planungen läuft noch, und bisher ist nur bekannt, dass das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt grünes Licht gegeben hat", sagt Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow.

Allerdings wurden in den vergangenen Monaten schon andere wichtige Punkte geklärt. Einwände, die Bürger im Zuge des Auslegungsverfahrens Ende 2011/Anfang 2012 äußerten, konnten inzwischen geregelt werden. "Eine Person war von dem Brückenbau betroffen und mit dieser haben wir nun alles geklärt", sagt Ronald Normann. Auch zwei weitere Schwaaner hatten Einwände zum Brückenneubau hervorgebracht. Diese erhielten von ihnen eine Antwort.

Fest steht zwischen Stadt und Straßenbauamt weiterhin, in wieweit sich Schwaan an den Kosten beim Brückenneubau beteiligen wird. "Die Gemeinde wird den Gehweg und die Beleuchtung für die Brücke bezahlen", erläutert Ronald Normann. Auch die Ergebnisse einer Baugrund-Untersuchung liegen bereits seit längerem vor. "Wir müssen bei der Gründung mit den Pfählen richtig tief, also fünf bis sechs Meter, ins Erdreich rein", sagt Ronald Normann über den schwierigen Boden bei der Brücke.

Zur Erinnerung: Im Herbst 2009 entschieden sich die Mehrheit der Schwaaner sowie die Stadtvertreter für den Entwurf des Rostockers André Keipke. Dabei ist das Tragwerk zwei Schwanenflügeln nachempfunden und so gestaltet, als ob sich zwei Schwäne begegnen. Die alte Hubbrücke wurde ebenfalls 2009 durch eine Behelfsbrücke ersetzt. Kleiner Knackpunkt: Die Strecke ist relativ eng, für Lkw-Fahrer nicht ganz so leicht zu fahren. Nun warten die zuständigen Behörden - das Ministerium sowie das Straßenbauamt - auf die Antworten der verschiedenen Behörden. Im nächsten Schritt werden die Stellungnahmen geprüft. "Wenn Auflagen in dem Genehmigungsverfahren erteilt werden, prüfen wir deren Umsetzbarkeit", erläutert Ronald Normann. Sollten diese nicht umsetzbar sein, müssen weitere Gespräche folgen, fügt er hinzu. Doch Normann ist optimistisch. "Wir planen nach den Vorschriften des Landes, des Bundes und von Europa und nach diesen Regeln prüfen auch die Behörden unser Vorhaben", sagt Normann. Deswegen nimmt er an, dass es keine oder kaum Einwände geben wird. "Neben der bestehenden Behelfsbrücke soll im Abstand von etwa 50 Metern ein Fußgängersteg errichtet werden, um den Übergang der Fußgänger während der Bauzeit der neuen Brücke zu ermöglichen", sagt Juliane Schulz. Dieser werde kurz vor den Bauarbeiten errichtet, so Normann. Derzeit läuft der Fußgängerverkehr noch über die alte Brücke. Doch die wird für den Bau der neuen Warnow-Überquerung abgerissen. Deswegen muss ein Ersatz, also der Fußgängersteg, her. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,9 Millionen Euro, in die auch europäische Fördermittel fließen.

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