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Schwaan Zahlreiche Handyverstöße

Von Lennart Stahlberg | 07.12.2017, 20:45 Uhr

Die Polizei zieht Bilanz aus den Zahlen der landesweiten Verkehrskontrollen

„Hey Schatz, ich freue mich auf dich. Bin gleich da.“ Tippt man eine solche Nachricht während dem Autofahren in sein Handy, so könnte es gut sein, dass dies das Letzte ist, was der Empfänger von einem hört. Beim Verfassen eines Textes auf dem Smartphone während der Fahrt erhöht sich die Unfallgefahr um 23 Prozent. Da mittlerweile jeder zehnte Verkehrstote auf Handynutzung am Steuer zurückzuführen ist, führte die Polizei im gesamten November landesweite Verkehrskontrollen mit diesem Schwerpunkt durch. Zudem stand unerlaubtes Überholen im Fokus der Polizeistreifen.

Allein bei der Auftaktveranstaltung an der Warnowbrücke in Schwaan wurden zwei Bußgelder wegen Handynutzung verhängt sowie fünf Missachtungen des Überholverbots bei einer zweiten Kontrollstelle in Ziesendorf registriert. In den folgenden Wochen hielten dann die Streifen von fünf Polizeirevieren im Landkreis Rostock und ein Videowagen der Autobahn- und Verkehrspolizei verstärkt Ausschau nach diesen Verkehrsdelikten.

„Während der gesamten Phase der Kontrollen haben wir im Bereich des Landkreises 105 Verstöße wegen des Gebrauchs eines Handys am Steuer über alle Altersgruppen hinweg festgestellt“, sagt Güstrows Polizeisprecher Gert Frahm. „Im selben Zeitraum konnten wir 70 mal unzulässiges Überholen ahnden.“ Auch wenn das alarmierend klinge, sei diese Zahl statistisch keine Auffälligkeit, so Gert Frahm. Gleichzeitig merkt er aber auch an, dass es im November durch die zunehmende Dunkelheit schwieriger sei, die Handyverstöße zu erkennen. Besonders die Zeit des Berufsverkehrs könne so schlechter kontrolliert werden.

Vergleichbare Kontrollen könnten sich in den Sommermonaten wiederholen. „Durch die verstärkten Kontrollen hoffen wir, die Menschen zu sensibilisieren und das Bewusstsein für diese Gefahren zu stärken“, so der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Güstrow, Kriminaloberrat Sandro Münse.