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Bützow Spenden für die Stimme Bützows

Von Christian Jäger | 14.03.2018, 05:00 Uhr

Bei einer Aktion der Rosen- und der Forsthof-Apotheke kamen 1200 Euro zusammen, die in das Geläut der Stiftskirche fließen.

Ein breites Lächeln machte sich gestern auf dem Gesicht von Pastorin Johanna Levetzow breit. Die Pastorin nahm eine Zuwendung von 1200 Euro entgegen, die Ulrike Scheibe, Leiterin der Rosen- und der Forsthof-Apotheke, im Gepäck hatte. „Richtig klasse!“, freute sich Johanna Levetzow.

Die beiden Bützower Apotheken geben jedes Jahr an die Kunden Kalender heraus. Dann kam die Idee, dass man das vielleicht mit einem guten Zweck verknüpfen könnte. So wurde pro Kalender um 50 Cent gebeten. Mit der Kirchengemeinde wurde gleichzeitig ein Empfänger der Spende angegeben. „Viele haben aber auch einfach so dafür gespendet“, sagt Ulrike Scheibe. Stolze 1200 Euro kamen so zusammen. Im Vorjahr – zur Premiere dieser Aktion – kam eine ähnliche Summe zusammen, die an die Palliativstation in Bützow ging.

Johanna Levetzow ist überglücklich und hatte nicht damit gerechnet, dass bei dieser Aktion so viel Geld herausspringt. „Die Menschen gehen ja in der Regel nicht in die Apotheke, wenn es ihnen gut geht. Sie haben meist etwas. Und dann noch an andere zu denken, das finde ich richtig klasse!“

Das Geld soll nun in das neue Geläut der Stiftskirche fließen, für das sich der Förderverein einsetzt (SVZ berichtete). „Bützow soll etwas zurückgegeben werden, was jahrhundertelang da war“, sagt die Pastorin und meint damit die Klänge der Glocken. Häufig komme ihr zu Ohren, dass das jetzige Geläut eher mickrig klinge. Eine so große Kirche verdiene auch einen vollen Klang. Apotheken-Inhaberin Ulrike Scheibe sieht das genauso und verfolgt den Werdegang zur Beschaffung der neuen Glocken schon eine ganze Weile.

Nächstes Jahr darf sich dann eine andere gemeinnützige Einrichtung beziehungsweise ein anderer Verein über die Spendengelder der beiden zusammengehörigen Apotheken freuen. Nur sollen die Kunden diesmal bestimmen, wohin das Geld fließt. Ulrike Scheibe will ein paar mögliche Empfänger zusammentragen und die Kunden sollen dann abstimmen. Wichtig ist der Apothekerin Ulrike Scheibe aber, dass das Geld am Ende den Menschen hilft.