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Laage Neuer Fernbus integriert den Airport

Von evbm | 26.02.2014, 17:11 Uhr

Angebot der Usedomer Bäderbahn soll vor allem für Urlauber bei der An- sowie Abreise attraktiv sein / Ziele sind Hamburg, Berlin und Wismar

„Das Tausch-Motiv machen wir dann in der Luft“, sagt Jürgen Boße und lacht. Der Geschäftsführer der Usedomer Bäderbahn GmbH hat gerade den Laager Flughafen-Chef Carsten Herget ans Steuer eines seiner Fernbusse setzen lassen, um fotografisch die Kooperation beider Unternehmen festzuhalten. Seit Anfang Februar sind die blau-weißen Busse immer freitags und sonnabends auf insgesamt zehn Linien zwischen Vorpommern und Berlin, Hamburg sowie Wismar unterwegs. Auf neun der Strecken wird der Airport Rostock-Laage als Haltepunkt angefahren.

Vor gut einem Jahr sei die UBB für erste Gespräche an den Flughafen herangetreten. „Wir sind seit 2004 im Busgeschäft tätig, haben angefangen mit Tagestouren und dann auf Mehrtagesreisen erweitert“, sagt Jürgen Boße. Mit dem Angebot des Fernbusses, welches das Unternehmen selbst und ohne Zuschüsse finanziert, könne man nun nicht nur die An- und Abreise der Gäste im Bereich Fischland-Darß, Rügen und Usedom besser organisieren. Sondern auch neue Touristen, die mit dem Flugzeug bis Laage kommen und von dort mit dem Fernbus in ihre Urlaubsregion gebracht werden.

Der momentan gültige erste Fahrplan, der über die kommende Saison hinaus getestet werden soll, sei laut des UBB-Geschäftsführers deshalb auch auf die Bedürfnisse der Touristen ausgerichtet. „Wir fahren mit dem Fernbus früh aus den Urlaubsregionen ab – da können die Gäste noch in Ruhe frühstücken“, sagt er. Je nach Route wären sie dann entweder rechtzeitig für Anschlussflüge in Laage oder in den Metropolen Berlin oder Hamburg zum aus- oder umsteigen. Umgekehrt würden die Busse nachmittags aus den Ballungsräumen abfahren, damit ihre Passagiere zum Abendessen im Ostsee-Hotel wären. „Wir planen auch am neuen Berliner Fluhafen einen Haltepunkt, sollte der mal irgendwann ans Netz gehen“, so Jürgen Boße.

Warum sich sein Unternehmen für den Airport Laage und nicht für den näher liegenden Flughafen Heringsdorf entschieden hätte, liegt für den 50-Jährigen auf der Hand: „Wir hatten bei unserer Routenplanung immer Rostock als einen Dreh- und Angelpunkt und standen vor der Wahl zwischen Flughafen und ZOB“, sagt Boße. Die getroffene Entscheidung freut natürlich auch Airport-Chef Carsten Herget. „Mit dem Angebot der Fernbusse rückt der Flughafen näher an die Region und die Metropolen heran“, sagt er - wohlwissend, dass am Flug-Angebot beständig weiter gearbeitet werden müsste, um es auszubauen. Herget plant, den Bus- auch noch besser auf den Flugplan abzustimmen. Eine solche kombinierte Anreise könnte dann auch von den Hoteliers an der Küste direkt mit vermarktet werden.

Für die neuen Fernbus-Linien hat das Unternehmen keine neuen Fahrzeuge angeschafft, sondern nutzt die bestehenden zehn Busse. Weil die Reservierung der Plätze im Vorfeld erfolgt, könnte man die Auslastung gut planen, sagt Jürgen Boße. Zwischen acht und 52 Reisende könnten befördert werden. Wenn er in die Zukunft blickt, sieht Jürgen Boße möglicherweise auch die Anbindung von Lübeck. Eine Planerweiterung ist dagegen schon konkret: Ab dem Sommer wird Berlin nicht nur freitags und sonnabends, sondern zusätzlich auch sonntags und montags angefahren.