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Bützow Kreative Tischler zeigten was sie können

Von Redaktion svz.de | 11.12.2016, 20:45 Uhr

Zweite Tischlerweihnacht bei Volkmar Rossnagel war Besuchermagnet

Dicht umringt waren die Tische mit den kleinen und großen Kunstwerken, die die Mitarbeiter der Tischlerei Rossnagel am Sonnabend in der Werkstatt ausgestellt hatten. ,,Das ist bereits unsere zweite Tischlerweihnacht“, sagt der Chef, Volkmar Rossnagel, der die Tischlerei in Bützow seit 2004 betreibt. ,,Es sind etwa 550 Besucher zur Tischlerweihnacht gekommen“, sagt Rossnagel. „Mit soviel Zuspruch hatten wir nicht gerechnet.“

Neben Türen, Fenstern, Schränken, an denen die Angestellten der Tischlerei sonst täglich arbeiten, konnten sie sich hier mal so richtig kreativ ausleben und zeigen, was sie drauf haben. Nach Feierabend entstanden die unterschiedlichsten Sachen aus altem und frischem Holz.
So hat zum Beispiel Jan Seewald, Geselle in der Tischlerei, eine alte Truhe mit Beschlägen aufgearbeitet und ein alter Holzstamm wurde zur Uhr.

Ausbilder Holger Klaiber hat vom antiken Schrank bis zu Lampen aus Holz, so einiges ausgestellt. Eine Uhr hat er zum Beispiel aus einem Stück alter Bohle geschliffen. ,,Dieses Stück Holz gehörte einst zu einer Bützower Brücke, über die bestimmt die meisten Bützower schon mal gegangen sind und die vom Tornado 2015 stark beschädigt wurde. Jetzt ist aus einem kleinen Stückchen ,Brücke eine Uhr geworden“, erzählt Klaiber.

Holzbildhauer Axel Schulz hat auf Tradition gesetzt. Er kam aus Qualitz und hier auf der Tischlerweihnacht zeigte er neben seinen Arbeiten zum Beispiel dem zwölfjährigen Nico Fitzke wie früher von Hand auf einer Wippdrechselbank gedrechselt wurde. Und so versuchte sich Nico gleich selbst – und strahlte dann, mit seinem selbst gedrechselten Kerzenständer in der Hand, übers ganze Gesicht. Seine Schulfreundin, Paula Müggenburg, schaute ein wenig neidisch auf das hübsche Stück.

Lutz Hrouda aus Neustrelitz war zu Besuch bei seiner Schwester in Bützow und kam mit ihr in die Werkstatt. ,,Wir haben uns kurz entschlossen, diesen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Und ich finde ihn wunderbar“, sagt er.