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16. Reitjagd Jürgenshagen Im Galopp immer querfeldein

Von Nadine Schuldt | 05.11.2012, 08:43 Uhr

Die 16. Reitjagd lockte wieder so manchen Pferdenarren nach Jürgenshagen. Beim Ritt querfeldein mussten auch einige „Hindernisse“ gemeistert werden.

Stolz bläst Rainer Papajewski in sein Jagdhorn: Der 52-Jährige führt die Teilnehmer der 16. Reitjagd ab Jürgenshagen zu den verschiedenen Stationen der Veranstaltung. Gegen 12.45 Uhr haben sie sogar ein "Hindernis" bei Reinstorf absolviert - jeder Reiter konnte dabei über eine kleine Hürde springen und ein Präsent von einer Stange abreißen. "Es ist zwar anstrengend, aber es macht Spaß", sagt Maja Buhr. Sie bindet derweil ihre Stute Nancy auf der Wiese von dem Reinstorfer Jürgen Fischer fest, der sein Grundstück für die Mittagspause zur Verfügung stellt. Die 13-Jährige hat dabei nicht nur das "Hindernis" im Kopf, sondern den gesamten Streckenverlauf. Rainer Papajewski führte die Teilnehmer vom Jürgenshagener Festplatz nach Groß Gischow und von dort in Richtung Viezen. Kurz vor diesem Ort bog er links ab und ritt mit den Teilnehmern durch den Wald nach Reinstorf. Nach der Mittagspause setzten sie die Reitjagd in Richtung Neukirchen und Krugland fort, um schließlich wieder in Jürgenshagen anzukommen. Kleine "Hindernisse" auf dem Weg machten die Route noch abwechslungsreicher. Es sei toll, mit so vielen Reitern und auch Pferden unterwegs zu sein, sagt Maja Buhr. Sie reite mit ihrer Stute Nancy, einem Edelblut-Hafflinger, meist nur noch alleine. "Ich dachte zunächst, dass Nancy die Strecke nicht packt, aber eigentlich bin ich es, die schon etwas geschafft ist", sagt Maja Buhr in der Mittagspause und lacht. Enrico Sokyte kennt das Streckenpensum - schließlich nimmt er seit sieben Jahren regelmäßig an der Reitjagd teil. Ihm gefalle an der Veranstaltung unter anderem der abwechslungsreiche Streckenverlauf. "Man reitet mal durch einen Bach, mal durch den Wald, quasi querfeldein", sagt Sokyte, der mit einem zwölfjährigen Hannoveraner beim Ausritt dabei war. Er nahm mit Julia Grabowski an der Reitjagd teil. Den zweiten Teil der Reitjagd legten die beiden allerdings in einem der fünf Kremserwagen zurück. "Meine Stute ist beim Durchqueren das Baches bei Groß Gischow einmal ungünstig aufgetreten und lahmt etwas, weswegen ich zugunsten des Pferdes aufhöre", sagt Julia Grabowski.

Rainer Papajewski ist mit der Teilnehmerzahl zufrieden. "Wir sind ruhig geritten, so dass jeder mithalten konnte", sagt er zu den 17 Reitern. Auch die Kremserwagen seien gut besetzt gewesen, fügt er hinzu.

Bereits zum 16. Mal fand die Reitjagd des Jürgenshagener Reitvereins nach 1990 statt. "Solche Veranstaltungen hat es aber auch schon vor der Wende gegeben", erinnert sich Rainer Papajewski.