Ein Angebot des medienhaus nord
Ein Artikel der Redaktion

Amt Schwaan Gebühr für Trinkwasser bleibt stabil

Von RABA | 12.12.2017, 12:00 Uhr

Zweckverband Kühlung beschließt aber höhere Kosten beim Schmutzwasser aus abflusslosen Gruben

Der Zweckverband Kühlung (ZVK) hat einen neuen Verbandsvorsteher. Roland Dethloff, Bürgermeister der Stadt Neubukow, tritt 2018 in die Fußstapfen von Rainer Karl, der über viele Jahre an der Spitze des Zweckverbandes stand. Der 65-jährige Rainer Karl war 16 Jahre lang Stadtoberhaupt von Kühlungsborn, legt sein Amt zum Jahresende nieder. Deshalb ist auch der Wechsel an der Verbandsspitze notwendig. Doch diese Personalie war nicht die einzige Entscheidung, über die die Verbandsversammlung, zu dem auch die Gemeinden des Amtes Schwaan gehören, Beschlüsse fasste.

Vor allem ging es um die Gebühren für das Trinkwasser und für die Abwasserbeseitigung, die ab 2018 fällig werden. Die gute Nachricht: Die meistern Kunden können mit den gleichen Kosten kalkulieren. Denn die Grundgebühr beim Trinkwasser bleibt für einen normalen Hausanschluss mit 3,95 Euro im Monat konstant. Ebenso der Preis für einen Kubikmeter Trinkwasser. Der steht bei 1,10 Euro. Im Verbandsgebiet beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch im Schnitt rund 33 Kubikmeter im Jahr. Das entspricht 124 Litern am Tag.

Unverändert bleibt auch die Grundgebühr für die Schmutzwasserentsorgung. Die liegt bei 9,90 Euro. Wer an einer zentralen Abwasseranlage angeschlossen ist, für den bleibt der Preis von 1,90 je Kubikmeter ebenfalls unverändert.

Teurer wird es jedoch für Grundstückseigentümer, die noch eine abflusslose Grube besitzen. Die Gebühr für die Abfuhr steigt um 1,20 Euro auf 14,89 Euro je Kubikmeter. Geschuldet sei dieser Anstieg großen Mengenschwankungen. „Es lässt sich schwer kalkulieren, weil die abzufahrenden Mengen so unterschiedlich sind“, sagt Ilona Seelmann vom Zweckverband. Der Grund: Im ganzen Verbandsgebiet gibt es nur noch 650 abflusslose Gruben, bei insgesamt rund 18 000 Hausanschlussstellen. Um 82 Cent auf 31,73 Euro je Kubikmeter steigt zudem die Abfuhr des Klärschlamms aus Kleinkläranlagen.

„Der Wirtschaftsplan 2018 beinhaltet Investitionen in Höhe von 8,4 Millionen Euro“, berichtet Verbandsgeschäftsführer Frank Lehmann. Dazu gehört unter anderem die Errichtung einer Doppelfiltration im Wasserwerk Kröpelin, die Fortführung der Erneuerung der Trink-, Schmutz- und Niederschlagswasserleitungen in Neubukow sowie der Bau einer neuen Abwasserdruckrohrleitung von Bartenshagen zur Kläranlage Bad Doberan.