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Schwaan Gabeln lassen es in der Klassenkasse mächtig klingeln

Von JCHR | 04.12.2017, 05:00 Uhr

Adventsmarkt in der Bunkeschule in Schwaan lockte unzählige Besucher an

Zwei Dinge stehen fest. Zum einen dürfte es niemanden mehr in Schwaan geben, der hungrig ist. Und zum anderen dürfte es in Schwaan keine Wohnung mehr geben, die nicht weihnachtlich geschmückt ist. Der Grund: Schüler luden zum Adventsmarkt in die Prof.-Franz-Bunke-Schule und nahmen für ihr festliches Treiben das gesamte Schulgebäude ein.

So voll sind die Flure der Schule nicht einmal, wenn die Glocke freitags die Schüler ins Wochenende entlässt. Die langen Flure auf zwei Etagen waren gefüllt mit Ständen und Menschen. An diesen konnte geschlemmt oder der ein oder andere Deko-Artikel erworben werden. Crepes, Waffeln, Plätzchen, Kuchen, Smoothies, Kaffee, Tee, Bratwurst vom Grill oder Wildschwein – Hunger war ein Fremdwort. Und wer sich mit vollgeschlagenem Bauch die Treppen hochquälte, der fand eine Etage weiter oben erneut ein schier unerschöpfliches Angebot an Essen und Trinken.

Aber auch die zahlreichen, weihnachtlichen Deko-Artikel passten wunderbar ins Ambiente des Adventsmarktes. Gestecke, Weihnachtssterne und alles erdenkliche, was zum Fest passt, lag für die Besucher aus. Die Schüler legten dafür so einiges an Kreativität an den Tag. Beispielsweise wurden alte Gabeln zurechtgebogen und auf einem Stück Holz befestigt. Daran kann man nun seine Schlüssel aufhängen. Wenig weihnachtlich, aber umso kreativer. Die Idee für diese ausgefallen Stücke hatte Maik Möser, dessen Sohn Yanneck Schüler der Bunke-Schule ist und die Artikel mit Klassenkameraden verkaufte. Nicole Frieser, Mutter der Schülerin Toni, hatte die Ideen für einige weitere Artikel, wie beispielsweise Elche aus Holz. Toni verriet, dass sie und ihre Mitschüler die Sachen zuhause gebastelt hatten und dafür die Aufgaben verteilt wurden. „Manche haben gesägt, andere die Sachen bemalt“, sagte die Schülerin. Die Verkaufserlöse fließen übrigens in die Klassenkasse der 9b. „Das Geld ist für unsere Abschlussfahrt“, verriet Toni Frieser. Die soll im nächsten Jahr nach Italien gehen, ergänzte Lehrerin Sabine Prestin.

Im Weihnachtslabor (also im Chemieraum) war eigentlich nur der Name des Labors weihnachtlich. Dennoch konnte im Labor so einiges entdeckt werden, denn die Schüler führten spannende Experimente vor. Die Zehntklässler Jolene Paul, Anne Rachow und Josephine Thieme ließen zum Beispiel eine Dose in die Luft fliegen. Dazu wurde Alufolie, Natriumhydroxid und lauwarmes Wasser in eine Röhre gegeben. Die Stoffe reagieren. „Was entsteht daraus?“, fragte Chemielehrerin Karin Warnicke. Wasserstoff, erklärte Josephine Thieme. Richtig. Nun wurde die Dose auf die Röhre gestellt, die wenig später begleitet von einem lauten Knall in die Luft flog. Chemieunterricht mal anders.

Nicht nur die großen Schüler machten die Flure unsicher, die Grundschüler nahmen sogar gleich die ganze Aula in Beschlag. Unter der Leitung von Kirsten Otte wurden beispielsweise Weihnachtslieder zum Besten gegeben. Auch kleine Geschichten, Tänze und Musik wurden aufgeführt. Das Programm der Kleinen wollten so viele sehen, dass die Aula rappelvoll war. Sogar so voll, dass sich ein Schüler vor den Eingang stellen musste und keinen mehr rein ließ. Es war einfach kein Platz mehr.