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Mühlengeez Ferkel aus Groß Grenz prämiert

Von Regina Mai, Christin Ehlers, agel | 18.09.2011, 07:36 Uhr

Bei der 21.

Fachausstellung für Landwirtschaft, Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau - kurz Mela - in Mühlengeez heimsten die Schweine des Groß Grenzer Landwirtschaftsbetriebes gleich drei Preise ein. Die Jungsauenkollektion belegte den zweiten Platz. Die Mastferkel- und Mastschweinekollekionen sicherten sich jeweils den dritten Platz. "Wir freuen uns sehr über die guten Platzierungen", sagt Nadine Hollack. Die 20-Jährige ist in der Ausbildung zur Tierwirtin im dritten Lehrjahr. Die prämierten Mastferkel sind 70 Tage alt, wiegen 35 Kilogramm und sind zukünftige Mastschweine. Der Agrarbetrieb stellt jedes Jahr seine Tiere auf der Mela aus.

Mehr als 60 000 Besucher zählte die Agrarschau an den vergangenen vier Tagen. Student Karl Bissa stellte den Besuchern in der Kleintierhalle und auf dem Gelände Fragen zur Ausstellung. Darunter z. B. "Wie haben Sie von der Mela erfahren?" oder "Sind die Wegweiser auf der Messe ausreichend?" Kreuze über Kreuze auf den Fragebögen. "Die Gäste kommen aus ganz Deutschland und haben unterschiedliche Interessen", stellt der Rühner fest.

Während das Fachpublikum die ersten beiden Messetage bevorzugt, sind es am Wochenende die Neugierigen und viele Familien, die sich an schönen Tieren vom Kaninchen bis zum edlen Pferd und an faszinierender Technik erfreuen wollen.

In der Halle des Schweinezuchtverbandes ist die Box einer Sau der Agrofarm Lüssow, an deren Zitzen kleinen Ferkel genussvoll saugen, dicht umringt. "Das ist doch allerliebst", sagt Anke Nerger (40) aus Demen bei Crivitz, die mit der ganzen Familie die Mela besuchte. Auch wenn sie beruflich nichts mit Landwirtschaft zu tun habe, interessiere sie sich dennoch dafür.

In der Nachbarhalle ist ein schwarzköpfiges Fleischschaf mit Namen Ellen hoch dekoriert. Ellen ist das beste Mutterschaft 2011. Harald Hesse aus Groß Grabow, der auch die beste Kollektion, nämlich sieben schwarzköpfige Fleischschafe auf der Mela zeigte, ist mit seinen Zuchterfolgen auch über die Grenzen von MV bekannt. "Als Schafzüchter aus Passion ist es mir ein wichtiges Anliegen meine schwarzköpfigen Fleischschafe auf der Mela zu zeigen", erklärt er.

Die Möglichkeit auf einer landwirtschaftlichen Fachmesse auszustellen, nutzten seit vielen Jahren auch die Güstrower Baumschulen. Die Agrarmesse direkt um die Ecke sei eine tolle Möglichkeit, um neue Kontakte zu knüpfen, aber auch den Stammkunden aus Güstrow zu begegnen, erklärt Inhaberin Silvia Tänzler. "Der Verkauf steht hier nicht im Vordergrund", gesteht sie. Dennoch profitiere man, weil in den nächsten Wochen mancher Kunde in die Baumschule am Bärstämmweg kommt, weil man sich schon auf der Mela gesehen hat.