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Bützow Das Gesicht der Touristinfo geht

Von cmil | 17.12.2016, 05:00 Uhr

Karin Schneider verabschiedet sich nach 22 Jahren in den Ruhestand

Ein freundliches Lächeln, ein netter Gruß und jede Menge Tipps für Urlauber in der Region – dafür ist Karin Schneider in Bützow und Umgebung bekannt. Seit ziemlich genau 22 Jahren ist sie das Gesicht der Touristinformation, steht Einheimischen und Touristen mit Rat und Tat zur Seite. Heute hat Karin Schneider ihren letzten Arbeitstag. Mit ihrem 63. Geburtstag verabschiedet sie sich in den Ruhestand.

„Ich habe 1994 angefangen – mit einem Block und einem Kugelschreiber“, erzählt die Bützowerin. Ihr Auftrag lautete damals, eine Stadtinformation aufzubauen. „In den ersten Wochen bin ich erst einmal herumgefahren und habe mir das in anderen Städten angeschaut.“ Seitdem hat sich viel getan. Karin Schneider hat sich nicht nur um die Betreuung der Gäste gekümmert, sondern auch Ferienwohnungen vermittelt, Infomaterial erstellt und Pauschalen für Hotels erarbeitet. „Es ist ein ziemlich abwechslungsreicher Job gewesen“, sagt die gelernte Reiseverkehrskauffrau.

Der Kontakt zu den Gästen stand vor allem in den Sommermonaten im Vordergrund. „Die Tür geht in dieser Zeit eigentlich ständig auf und zu“, sagt Karin Schneider. Im Winter habe sie sich dann die Zeit genommen, diverse Broschüren zu erstellen, sie Korrektur zu lesen und auch Ferienwohnungen in der Region anzuschauen. „Schließlich musste ich ja auch wissen, was ich vermittle.“

Auf die letzten 22 Jahre blickt Karin Schneider mit einem äußerst positiven Fazit zurück. „Ich habe einen super Job hier gehabt. Es kamen ja auch immer gut gelaunte Leute zu mir. Die Urlauber sind ja entspannt“, erzählt sie. Von einigen, die einmal in Bützow Station gemacht haben, bekommt sie immer noch Karten – sogar aus Kanada. „Aber auch mit allen, mit denen ich hier in der Stadt zu tun hatte, habe ich Glück gehabt. Es gab nie ein böses Wort, dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Karin Schneider. So sei die Zusammenarbeit mit dem Förderverein Miniaturstadt, dem Rühner Klosterverein, dem Förderverein Stiftskirche und dem Krummen Haus immer sehr gut gewesen, um nur einige zu nennen. „Und mit den Kollegen hier im Rathaus war es sowieso super.“ Besonders in Erinnerung sei ihr aber die Arbeit mit Heinz Hornburg und Kerstin Rathsack, die sie zu Beginn immer unterstützt hätten.

Auf das, was jetzt kommt, ist Karin Schneider selbst gespannt. „Das wird ein ganz neuer Lebensabschnitt. Ich werde mich in erster Linie voll auf meine Familie konzentrieren. Langweilig wird mir bestimmt nicht.“ Konkrete Pläne für eine Tätigkeit in einem Verein oder ähnliches habe sie dagegen noch nicht. „Ich bin für alles offen.“

Dass sie sich an den Ruhestand erst einmal gewöhnen muss, weiß Karin Schneider aber jetzt schon. „Es ist sicher erstmal komisch, wenn ich morgens aufstehe und dann nicht mehr los muss.“