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Bützow Abstrakt und farbintensiv

Von cmil | 29.06.2016, 12:00 Uhr

Im Kunsthaus wird am Sonnabend eine Ausstellung mit Werken von Willy Günther eröffnet

Im Bützower Kunsthaus wird am Sonnabend eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Willy Günther eröffnet. Gestern haben Karl-Werner und Karin Zießnitz gemeinsam mit Frank Chlouba die insgesamt etwa 45 Werke im Kunsthaus aufgehängt.

Auffällig an den Bildern ist vor allem ihre farbliche Intensität. „Willy Günther benutzt expressive Farben, die er sehr stimmig zusammenbringt“, sagt Karin Zießnitz. Ein weiteres Merkmal: Die Motive auf den Bildern sind eher abstrakt gehalten, der Künstler setzt eher auf Umrisse statt Einzelheiten. „Die Details sind bei seinen Werken aber auch gar nicht wichtig, es geht um den Gesamteindruck, wenn man sie anschaut“, so Karin Zießnitz.

Dass Willy Günthers Gemälde wegen dieser Technik nicht leicht in eine bestimmte Sparte einzuordnen sind, versteht sich von selbst. „Er war schon immer ein Außenseiter in der Kunst und auch in seinem Umgang mit der Kunst. Aber er ist eine Persönlichkeit in der Szene, Insider kennen und schätzen seine Arbeit“, sagt Karl-Werner Zießnitz.

Willy Günther, Jahrgang 1937, hat an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Hans Theo Richter studiert und ist seit 1969 freiberuflich tätig. 1972 ließ er sich in Drispeth bei Schwerin nieder, zog 1998 nach Freiberg in Sachsen und lebt seit 2013 bei Parchim. Zu Bützow und der Region habe Willy Günther eine enge Verbindung, sagt Karl-Werner Zießnitz. „Er hat in den 1960er-Jahren viel in und um Bützow gearbeitet.“ Und auch wenn die Landschaften auf seinen Bildern keine bestimmte Region in den Fokus rücken, betone der Künstler oft, dass Mecklenburg ihn inspiriere, sagt Karin Zießnitz.

Die Ausstellung kann bis zum 13. August im Kunsthaus besichtigt werden.

Die Vernissage zur Ausstellung „Willy Günther – Gouachen“ beginnt am Sonnabend um 15 Uhr im Kunsthaus Bützow, Langestraße 20.