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Lokales

18. November 2017 | 15:21 Uhr

Bützow punktet mit Warnow-Klinik

vom

svz.de von
erstellt am 21.Mär.2012 | 11:31 Uhr

Was macht Bützow lebenswert? Zahlreiche SVZ-Leser beantworteten den Fragebogen in unserer großen Serie, mit der wir herausfinden wollen, wie zufrieden die Menschen mit ihrem Wohnort sind. Eine große Rolle spielt dabei auch die Versorgung der Bevölkerung. Wir wollten wissen: Wie beurteilen Sie das medizinische Angebot? Reicht Ihnen die Zahl der Einkaufsläden? Wie beurteilen Sie die Arbeit der Behörden? Die Bützower verteilten Noten zwischen 1 und 6 und sparten nicht mit Kommentaren.

Dem Bützower Klaus Krüger ist vor allem eine abgesicherte medizinische Versorgung in der Stadt und der Region wichtig. Laut Ergebnisumfrage beurteilen dies 12 Prozent mit "sehr gut" und 35 mit "gut", eine "3" verteilen 33 Prozent, die Note "4" vergeben neun Prozent. Eine "5" und "6" geben nur sechs bzw. drei Prozent der Teilnehmer.

Bei der medizinischen Versorgung punktet Bützow vor allem mit der Warnow-Klinik. "Das Krankenhaus ist sehr gut", sagt Klaus Krüger.

Es hält viele Behandlungsmöglichkeiten in den Bereichen Innere Medizin, Chirurgie, Notfallchirurgie und Intensivmedizin bereit, sagt Thomas Blum, Geschäftsführer der Klinik. Zudem investiere die Warnow-Klinik gGmbH pro Jahr etwa 300 000 Euro in neue Geräte. Das Krankenhaus biete zudem weitere Standortvorteile: "Die Notfall-Ambulanz ist sieben Tage die Woche rund um die Uhr mit einem Arzt besetzt." Insgesamt sind 15 Ärzte, und 60 Krankenschwestern, die im Drei-Schicht-System arbeiten, um das Wohl der Patienten besorgt.

Sie alle fiebern derzeit dem Umbau des Bettenhauses sowie dem Bezug des Neubaus auf dem Klinikhof entgegen. Mit dieser Maßnahme verbessern sich nicht nur ihre Behandlungsmöglichkeiten, sondern auch die Bedingungen für die Patienten. "Die Notfallambulanz bekommt im Erdgeschoss drei Behandlungsräume, für die Röntgenabteilung werden dort ebenfalls zwei neue Untersuchungs- sowie Personalräume geschaffen", erläutert Thomas Blum beim Rundgang durch den Rohbau. Er bleibt stehen und zeigt auf eine Öffnung in der noch unverputzten Hauswand. "Das ist der Durchgang zum alten Gebäude, hier kommt auch der Fahrstuhl rein", sagt Blum und zeigt auf den Schacht für den Fahrstuhl.

In die erste Etage zieht die Intensivstation sowie die Abteilung Intermediate Care (IMC) ein. Auf der IMC werden Patienten behandelt, die nicht mehr in die Intensivstation gehören, aber auch noch nicht als Normalfall gelten. Die Physiotherapie erhält auf dieser Etage ebenfalls einen neuen größeren Behandlungsraum. Auch im Bettenhaus wird ab Mitte April baulich einiges verändert. "Wir statten die Zimmer mit eigenem WC und Dusche aus und richten zudem mit einer kleinen Sitzecke aus", sagt Thomas Blum. Auch Flure und Diensträume werden neu tapezier und mit neuen Fußboden-Belägen ausgestattet. Klaus Krüger findet den Klinik-Um- und Ausbau gut. Allerdings bemängelt er, dass es zu wenig Fachärzte in und um Bützow gibt. "Es fehlt hier beispielsweise ein Urologe und ein Hautarzt", sagt der Bützower. Dem hält Thomas Blum die gute Versorgung mit Allgemeinärzten entgegen. "Es gibt hier relativ viele junge Ärzte", zählt Blum auf.

Vielen Einwohnern ist jedoch nicht nur ein gutes Medizinangebot wichtig, sondern für sie zählen auch ein abwechslungsreiches Einkaufsangebot. Unserer Umfrage zufolge finden 15 Prozent der Teilnehmer das Geschäftsangebot sehr gut, 44 Prozent immer noch gut . Die Noten "3", "4" und "5" vergaben jeweils 9 Prozent, 12 Prozent der Teilnehmer erteilten die Note 6. Wobei sich auch kritische Stimmen zwischen die Antworten mixen. Ein 17-Jähriger gibt an, dass die Grundversorgung zwar gesichert sei, wenn es über den täglichen Bedarf hinaus gehe, sehe es schlecht aus. Was er damit genau gemeint, lässt er offen. Fakt ist, dass es neben acht größeren wie kleineren Lebensmittelläden mit Kaufhaus und diversen Boutiquen und Jeansläden auch Möglichkeiten gibt, aktuelle Mode zu einem erschwinglichen Preis zu ergattern.

Etwas kritischer betrachten die Bürger die Arbeit der Behörden. Nur 6 Prozent geben ihr eine "1", immerhin 32 Prozent die Note "2". Mit "3" bzw. "4" benoten jeweils 18 Prozent die Arbeit der hiesigen Behörden. Eine 5 und eine 6 vergeben jeweils zwölf Prozent. "Es gibt eine Dienst- und Geschäftsanweisung, wonach alle Post-Eingänge innerhalb von zwei Wochen beantwortet werden sollen", sagt Frank Endjer, Pressesprecher der Stadt Bützow. Bei Anträgen, bei denen dieser Zeitraum nicht ausreiche, werde an den Antragsteller ein Zwischenbescheid erteilt. So könne er nachvollziehen, dass sein Schreiben bei uns vorliegt, sagt Endjer. "Viele Anfragen, die hier eingehen, können nicht von der Kommune beantwortet werden, weil hier nicht die entsprechende Behörde sitzt. Diese Dokumente leiten wir dann weiter", fügt Bürgermeister Sebastian Constien hinzu. Er macht auf ein wissenswertes Detail aufmerksam: Die Stadt habe auf ihrer Homepage einen Link hinzu gefügt, durch den der Benutzer erfährt, welche Verwaltungsbereiche von welchen Mitarbeitern bearbeitet werden und wie sie zu kontaktieren sind.

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