zur Navigation springen
Lokales

24. September 2017 | 01:47 Uhr

Bützow: 17-Jähriger gesteht Bankraub

vom

svz.de von
erstellt am 09.Jun.2010 | 08:35 Uhr

Bützow | Der Bankräuber, der am 5. Mai in Bützow die Volks- und Raiffeisenbank am Forsthof überfallen und dabei eine Bankangestellte mit der Waffe bedroht haben soll, ist gefasst. Der 17-Jährige sitzt jetzt in Neustrelitz in Haft. Einer seiner beiden Helfershelfer befindet sich in der Justizvollzugsanstalt Bützow. Der vermutliche Täter und seine 21 und 22 Jahre alten Kumpane stammen aus dem Landkreis Nordwestmecklenburg.

Der Jugendliche war kurz nach 11 Uhr, maskiert mit einer Skimütze mit Sehschlitz, in die Bank eingedrungen. (Wir berichteten.) Seine Beute war gering: Sie belief sich auf wenige Tausend Euro. Durch Veröffentlichung der Bank-Videoaufzeichnung von der Tat und der Täterbeschreibung - auch in unserer Zeitung - gingen bei der Polizei viele Hinweise ein. Als entscheidend erwies sich, dass der Täter an der linken Hand einen Verband trug. So ein Verband war einem Wismarer Kripo-Beamten am 6. Mai bei einem Tatbeteiligten eines Tankstellenüberfalls aufgefallen. Das in der Nacht ins Netz gegangene Trio steht im Verdacht, in den vergangenen Monaten mehrere Tankstellen im Wismarer/Schweriner Raum überfallen zu haben. Darunter der 17-Jährige mit dem Verband, der bei seinem letzten "Tankstellen-Coup" in Haft genommen wurde.

Nachdem Kripo-Beamte jetzt den inhaftierten Jugendlichen mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen zum Bützower Banküberfall konfrontierten, legte dieser ein Geständnis ab. Er gab dabei auch an, dass er die gesuchte blaue Reisetasche in einem Wäldchen bei Bützow versteckt hat. Der Fahndungsdruck durch die viele Polizei am Bützower Tatort und den eingesetzten Polizeihubschrauber sei so groß gewesen, dass sie sich so schnell wie möglich der Tatmittel entledigen wollten, so der 17-Jährige.

Die beiden Mittäter hatten während des Überfalls in einem Fluchtauto vor der Bank gewartet und gemeinsam mit dem Täter die Sachen im Wald versteckt. Mit einem Fährtenhund fand die Polizei die Tasche im Wald. Darin befanden sich ein Teil der Beute, die beim Überfall benutzte Skimaske sowie die Tatwaffe. Jedoch war nur Hartgeld in der Tasche. "Das Papiergeld hatten die Täter schon unter sich aufgeteilt", so der Polizeipressesprecher. Bei der Pistole handelt es sich um eine Schreckschusswaffe.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen