Büste kehrt als Duplikat zurück

Bis zum November stand Lübberts Büste in der Straße am Markt. Dann rissen Unbekannte sie vom Sockel und beschädigten sie. Im nächsten Monat soll sie als Duplikat zurückkehren. Michael Beitien
Bis zum November stand Lübberts Büste in der Straße am Markt. Dann rissen Unbekannte sie vom Sockel und beschädigten sie. Im nächsten Monat soll sie als Duplikat zurückkehren. Michael Beitien

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23. Mai 2011, 05:35 Uhr

Warin | "Die Statue ist nicht reparabel", sagte gestern Warins Bürgermeister Michael Ankermann. Deshalb soll ein Duplikat anstelle der beschädigten Büste von Ernst Lübbert in der Straße Am Markt aufgestellt werden.

Mitte November war die einzigartige Skulptur aus den 1940er-Jahren mitten aus der Stadt verschwunden. Das 30 Zentimeter breite und 45 Zentimeter hohe Bildnis des Malers stand auf einem Granitsockel in der Straße Am Markt. Gewaltsam rissen Unbekannte die Büste vom Sockel, an dem danach nur noch Metallreste übrig waren. Die Wariner befürchteten Kunst- oder gar dreiste Schrottdiebe, die das Werk zerstören.

Einige Tage später fanden drei Wariner Jungs die beschädigte Bronzebüste hinter dem alten Amtsgericht in Warin wieder und gaben sie an die Stadt zurück.

In einer Hamburger Werkstatt sollte sie repariert und gleichzeitig eine stärkere Befestigung geschaffen werden, um die Büste fester mit dem Sockel zu verbinden. Doch dabei gab es Probleme. "Das Material ist so schlecht, dass es sich nicht schweißen lässt", wusste Manfred Grünberg aus dem Wariner Ordnungsamt. Es bestand die Gefahr, dass die Skulptur nach der Reparatur nicht lange hält. Das Problem ist ein zu hoher Zinkanteil, der in den 1940er-Jahren eingesetzt wurde. Auch in der Hamburger Werkstatt war man überrascht, so Bürgermeister Ankermann.

Die Stadt hatte zum Glück bereits einen Abdruck aus Acryl von der alten Plastik fertigen lassen, um das Kunstwerk für die Zukunft zu sichern. Dieser Abdruck wird jetzt für ein Duplikat der Lübbert-Statue genutzt. Voraussichtlich im kommenden Monat soll Lübberts Rückkehr auf den Sockel mit einem Straßenfest gefeiert werden.

Auch die originale Büste wird so weit wie möglich repariert. Dieses Kunstwerk kann dann im Inneren des Rathauses einen würdigen und geschützten Platz erhalten.

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