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Bürgerschaftliches Engagement in Bad Doberan : Bürgerstiftung im Landkreis denkbar

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Eine Bürgerstiftung ist im Landkreis Rostock denkbar, man muss es nur wollen. Das war das Fazit des Thementages am Sonnabend in der Doberaner Kreisverwaltung.

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erstellt am 07.Nov.2011 | 11:49 Uhr

Eine Bürgerstiftung ist im Landkreis Rostock denkbar, man muss es nur wollen. Das war das Fazit des Thementages am Sonnabend in der Doberaner Kreisverwaltung. 40 Frauen und Männer beschäftigten sich mit Fragen des "Für und Wider", mit dem "Wie und Warum". "Mit dem Bad Doberaner Bürgerbeteiligungsforum besteht bereits ein gutes Fundament für solch eine Stiftung", sagte Marion Starck vom Büro für Familie, Frauen, Migration und Integration. Mit der Evangelischen Akademie MV und dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Bad Doberan-Güstrow-Rostock organisierte die kreisverwaltung diesen Tag, um über die Möglichkeit einer Bürgerstiftung nachzudenken. Ohne ein Endergenis, deshalb soll es eine weitere Veranstaltung geben.

Nach einem Vortrag von Wirtschaftswissenschaftler Dr. Stefan Nährlich stand aber zumindest fest: "Eine Bürgerstiftung kommt für uns in Frage, weil sie auch eine Nachhaltigkeit beinhaltet", so Starck. Die Fragen nach Satzung, dem Startkapital und der Umsetzung müssen allerdings noch geklärt werden. Einige Antworten auf die Fragen gab Axel Halling. Der Projektreferent der Stiftungsinitiative Ost leitete den Workshop. Im Mittelpunkt standen Bildung, Generationsarbeit und Familie. An Beispielen erläuterte Halling, wie Bürgerstiftungen gelingen können. "Bürgerstiftungen sind oftmals völlig unterschiedlich. Sie müssen also zuerst überlegen, was gibt es hier, was wir anderen zeigen wollen", erklärte er. An einem zweiten Punkt werden die Initiatoren noch etwas zu arbeiten haben: das Kapital. Dafür werden finanzkräftige Stifter benötigt. Gerade dafür sei es wichtig, zu wissen was man in welchem Territorium erreichen will, so Halling.

Für Marion Starck ist das der richtige Zeitpunkt, um solch eine Initiative für den neuen Landkreis Rostock zu starten. "Jeder soll den Gedanken mitnehmen: Das wäre eine Möglichkeit auch für uns hier", wünscht sie sich. Dabei würde sie gern das Bürgerprogramm umsetzen, das in Bad Doberan erarbeitet wurde und dabei den gesamten Landkreis ins Boot holen.

Für Brigitte Paetow aus Neubukow, Kreisseniorenbeirat, ist eine Stiftung zur langfristigen Finanzierung von Projekten eine gute Sache.

Für das Güstrower Kreistagsmitglied Heiko Karmoll ist eine Stiftung nachhaltiger und transparenter als ein Verein.

Klaus Gollnick aus Admannshagen, Mitglied des Bürgerforums, weist aber auch darauf hin, dass eine breite Resonanz und Akzeptanz in der Bevölkerung nötig ist.

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