Bürgerprotest gegen Gen-Pflanzenanbau

<strong>Sammelten fast 2000 Unterschriften: </strong> Barbara Burghard, Mathias Grünwald, Corinna Cwielag und Hubert Weiger (v.l.) <foto>cordes</foto>
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Sammelten fast 2000 Unterschriften: Barbara Burghard, Mathias Grünwald, Corinna Cwielag und Hubert Weiger (v.l.) cordes

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23. Juni 2010, 08:26 Uhr

Schwerin | 1840 Bürger haben Ministerpräsidenten Erwin Sellering (SPD) mit ihren Unterschriften aufgefordert, sich gegen Gentechnik in der Landwirtschaft einzusetzen. Die Umweltorganisation BUND übergab gestern in der Staatskanzlei die Unterschriftenlisten und eine Petition. Die Unterzeichner verlangen von Sellering, eine Bundesratsinitiative zu starten für ein Selbstbestimmungsrecht der Länder und des Bundes, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verbieten zu können. Bislang wird dies durch EU-Recht geregelt. Zudem fordern die Unterzeichner einen gentechnikfreien Nordosten. "Setzen sie sich für das Ende aller Freisetzungsversuche in Mecklenburg-Vorpommern ein und beenden Sie die staatliche Unterstützung dafür", heißt es in der Petition.

Sellering sagte, ihn ärgere, dass Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) den Anbau von Genkartoffeln in MV erlaubt habe, während die CSU Bayern zur gentechnikfreien Zone erklärt habe. Im April waren bei Zepkow im Müritzkreis erstmals in Europa Genkartoffeln kommerziell angebaut worden.

Vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte gestern die Verhandlung über das Gentechnikgesetz begonnen. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hatte gegen Bestimmungen des Gesetzes geklagt, weil sie nach ihrer Auffassung den Anbau von Gen-Pflanzen erschweren.

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